Eurokrise: Vertrauen in die EU gering wie nie

In der Eurokrise werden die Bürger gegenüber der EU zunehmend misstrauisch. Während das Vertrauen in nationalen Regierungen und globale Institutionen steigt, glauben immer weniger, die EU wäre in der Lage, die Krise zu lösen.

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Das Vertrauen der Europäer in die EU hat den tiefsten Stand seit ihrem Bestehen erreicht. Nur noch 31 Prozent der Bürger in der EU vertrauen der Union. Seit Herbst 2011 hat die EU damit 3 Prozent ihres Vertrauens eingebüßt. Das Gesamtbild der EU hat sich ebenfalls verschlechtert. Die Zweifel über den Sinn der Gemeinschaftswährung Euro haben leicht zugenommen. Dies zeigen die jüngsten Ergebnisse des Eurobarometer.

Die Zahl der Menschen, die glauben, die EU sei dazu geeignet, die Eurokrise zu beenden nimmt ab. Die Hoffnung liegt zunehmend auf den nationalen Regierungen und weltweiten Institutionen wie dem Internationalen Währungsfonds oder den G20.

Obwohl die Skepsis gegenüber der EU gestiegen ist, glauben die Befragten, eine Konsequenz aus der Eurokrise müsse eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den europäischen Staaten sein. 84 Prozent stimmten dieser Aussage zu, die im Mai dieses Jahres das erste Mal abgefragt wurde. Etwas mehr als die Hälfte ist auch der Meinung, Europa werde aus der Krise gestärkt hervorgehen. 40 Prozent glauben, die EU sei auf dem richtigen Weg.

Dennoch gehen 60 Prozent davon aus, dass die schlimmsten Auswirkungen der Krise noch bevorstehen. Nur 30 Prozent sind hingegen der Meinung, der Höhepunkt der Arbeitslosigkeit sei bereits überstanden. Zunehmend bereitet nicht mehr die generelle wirtschaftliche Situation den Europäern Sorgen: Ihre Bedenken verlagern sich auf die hohe Staatsverschuldung der einzelnen Staaten.