Finanzen

EU-Programm begünstigt Geldwäsche-Pläne der Mafia

Lesezeit: 1 min
06.07.2013 00:45
Die italienische Mafia spielt nicht nur in der Politik eine große Rolle. Sie hat ihre Finger stets auch in Drogengeschäften, Schutzgelderpressungen und in der Bauwirtschaft. Doch nun hat die Mafia sogar einen grünen Finger. Denn sie treibt ihre Geschäftsfelder auch mittels öffentlicher Investitionen in der „Green Economy“ voran und wäscht damit Milliarden Euro.
EU-Programm begünstigt Geldwäsche-Pläne der Mafia

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In die erneuerbaren Energien werden in Italien voraussichtlich bis zum Jahr 2020 pro Jahr etwa 900 Millionen Euro mittels staatlicher Subventionen investiert. Doch vor allem ein italienischer Akteur profitiert von diesen Investitionen. Die italienische Mafia profitiert nämlich massiv von öffentlichen Investitionen. Und sie erweitert ihr Geschäftsfeld derzeit in die „Green Economy“, um damit Milliarden Euro zu waschen, berichtet die Welt.

Offenbar eine gute Gelegenheit für die Mafia, sich auch weiterhin über öffentliche Investitionen zu bereichern. Denn die EU-Kommission hat beschlossen, künftig finanzielle Mittel in die Infrastruktur nicht mehr dem Staatsdefizit anzurechnen (mehr hier).

Dazu dürften sicherlich auch Investitionen in die „Green Economy“ gehören.

Womöglich ergeben sich durch die geplanten milliardenschweren Subventionen noch weitaus lukrativere Geschäfte für die „ehrenwerte Gesellschaft“ der Cosa Nostra und 'Ndrangheta. Interessant dabei ist: Es gibt auch Beziehungen nach Deutschland, wo die „Erneuerbaren“ ebenfalls mit großzügigen Subventionen bedacht sind, vor allem in Windkraftprojekte. Wie die Verbindungen nach Deutschland konkret beschaffen sind, ist jedoch noch unklar.

Die Mafia ist vor allem auf jene Geschäftsfelder fixiert, in denen wenig Transparenz existiert. Dies scheint bei Subventionen der „erneuerbaren Energien“ der Fall zu sein. Denn so lassen sich die illegal beschafften Milliardensummen in die Realwirtschaft umleiten, um damit kriminell beschaffte Gelder zu waschen. Dies wird dann als „sauberes Geld“ wiederum neuen kriminellen Machenschaften zugeführt.

 

 


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