Finanzen

Ebay prüft Zulassung von Bitcoin als Zahlungsmittel

Lesezeit: 1 min
04.11.2013 15:01
Ebays Bezahlsystem PayPal will digitale Währungen stärker nutzen als bisher. Dabei wird auch die Implementierung der Internet-Währung Bitcoin geprüft. Das virtuelle Auktionshaus könnte Bitcoin endgültig zum Durchbruch verhelfen.
Ebay prüft Zulassung von Bitcoin als Zahlungsmittel

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Ebay prüft die Nutzung der alternativen Internet-Währung Bitcoin. Die dazu nötige Technik wird zunächst anhand von Treuepunkt-Systemen geprüft.

„Digitale Währungen werden sehr wichtig sein“, sagte Ebay-Chef John Donahoe der FT. Der Fokus liegt bei Ebay aber zunächst auf der Implementierung von Treuepunkt-Systemen verschiedener Anbieter in die App von Ebays PayPal.

„Wir bauen das System, sodass jeder Händler seine Treuepunkte in das PayPal Wallet tun kann“, so Donahoe. Die Kunden können dann damit bezahlen. Normalerweise könne man nur eine begrenzte Zahl von Bonuskarten mit sich herumtragen, so Donahoe. Doch in ein digitales Portemonnaie, ein Wallet, passten problemlos 50 Treuekarten.

Vorerst werde die Internetwährung Bitcoin nicht in das PayPal Wallet eingebaut, „aber wir beobachten das genau“, so Donahoe. Das Besondere an Bitcoin ist, dass die Währung unabhängig vom Bankensystem funktioniert. Selbst wenn das Weltfinanzsystem zusammenbräche, könnte man mit Bitcoin weiter problemlos bezahlen.

Zudem ist Bitcoin weitgehend geschützt gegen den Zugriff der Behörden. So war es dem FBI nach der Razzia bei der Bitcoin-Plattform Silk Road Anfang Oktober nicht möglich, an das Bitcoin-Vermögen des Betreibers im Umfang von 80 Millionen Dollar zu kommen (mehr hier).

Ebay hat weltweit 124 Millionen aktive Nutzer. Das Unternehmen startete als Internet-Auktionshaus für Privatleute. Doch in den vergangenen Jahren hat es immer mehr versucht, auch Großhändler für die Plattform zu gewinnen.

Würde Ebay Bitcoin akzeptieren, wäre das der endgültige Durchbruch für die digitale Währung. Der Bitcoin Kurs war zuletzt stark gestiegen und lag am Montag vorübergehend bei 228 Dollar beziehungsweise 168 Euro.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Die derzeitigen Währungen sind weich wie Schnee - Gold bleibt bestehen!

Passend zur Jahreszeit schmelzen die bestehenden Währungen durch die Inflation wie Schnee. Setzen auch Sie auf nachhaltigen Werterhalt...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Konflikt: Das Agieren der Nato ist eine einzige Blamage

DWN-Kolumnist Ronald Barazon wirft der Nato in der Ukraine-Krise krasses Versagen in jeder Beziehung vor.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Comeback: Weltweite Investitionen in die Atomenergie nehmen deutlich zu

Die Investitionen in die Atomenergie nehmen weltweit zu. Eine Untersuchung zeigt, dass bis Ende des kommenden Jahres 91 Milliarden...

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesregierung erwartet 2022 noch höhere Inflation

Die Inflation in Deutschland wird 2022 im Schnitt bei 3,3 Prozent liegen, schätzt die Bundesregierung. Eine höhere Jahresrate gab es...

DWN
Finanzen
Finanzen Immobilien-Gutachter: Party geht trotz steigenden Bauzinsen weiter

Die Pandemie hat es Immobilienkäufern nicht leichter gemacht. Viele brauchen mehr Platz, doch die Preise in den Städten steigen weiter...

DWN
Deutschland
Deutschland Mittelstandsverband: Lohnfortzahlung nur noch mit Booster

Eskalation am Arbeitsmarkt: Der Mittelstandsverband BVMW will nur noch für Mitarbeiter, die sich eine Booster-Impfung holen,...

DWN
Politik
Politik Droht der Ukraine eine Teilung entlang des Dnepr-Flusses?

Für den Osten der Ukraine sind zwei militärische Szenarien denkbar. Während das eine Szenario wahrscheinlich nicht eintreten wird, ist...

DWN
Deutschland
Deutschland Mindestlohn soll auf 12 Euro steigen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will den gesetzlichen Mindestlohn zum 1. Oktober auf 12 Euro anheben. Derzeit beträgt der Mindestlohn...

DWN
Politik
Politik IS greift Gefängnis in Syrien an, mehr als 40 Tote

In Syrien gab es bei einem der schwersten IS-Angriffe seit Jahren mehr als 40 Tote. Der Angriff galt einem Gefängnis im Nordosten des...