Politik

Russland plant wegen Sanktionen eigene Kreditkarte

Putin will einen eigenen Kreditkarten-Dienst für Russland. Der Vorschlag kommt, nachdem Visa und Mastercard ihre Zusammenarbeit mit russischen Banken eingestellt haben.
27.03.2014 15:48
Lesezeit: 1 min

Russland plant wegen westlicher Sanktionen im Zuge der Krim-Krise den Aufbau eines eigenen Kreditkarten-Dienstes. „Das müssen wir machen, und das werden wir machen“, sagte Präsident Wladimir Putin am Donnerstag bei einem Treffen mit führenden Abgeordneten. „Es ist wirklich bedauerlich, dass gewisse Unternehmen Restriktionen beschlossen haben“, sagte er. „Das wird wohl nur dazu führen, dass sie einen gewissen Marktanteil verlieren - in einem sehr profitablen Markt.“

Die beiden weltgrößten Kreditkarten-Anbieter Visa und Mastercard hatten wegen der US-Sanktionen nach der Aufnahme der Krim in die Russische Föderation ihre Zusammenarbeit mit einigen russischen Banken eingestellt. Später wurden die Dienste in den meisten Fällen allerdings wieder aufgenommen.

Die Regierung in Moskau sucht wegen des Konflikts um die ukrainische Halbinsel Krim nach Möglichkeiten, wirtschaftlich unabhängiger vom Westen zu werden. Die EU versucht dagegen, weniger auf russische Energie-Lieferungen angewiesen zu sein.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Politik
Politik Friedensgespräche: Putin und Selenskyj – weshalb die Gegner nicht zusammenfinden
29.08.2025

Die Erwartungen an neue Friedensgespräche zwischen Putin und Selenskyj sind groß, doch Hindernisse bleiben massiv. Misstrauen,...

DWN
Finanzen
Finanzen BYD-Aktie bricht ein: Gewinnserie beim chinesischen E-Autobauer reißt – Preiskrieg belastet den Marktführer
29.08.2025

BYD legt Halbjahreszahlen vor – und überrascht mit einem Rekordumsatz, aber auch dem ersten Gewinneinbruch seit Jahren. Anleger fragen...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Drohnen-Start-up aus Bayern: Donaustahl erhöht Tempo bei Produktion und Finanzierung
29.08.2025

Das Drohnen-Start-up Donaustahl hat seinen Umsatz 2024 verdoppelt und will ab 2026 in Bayern eigene Drohnenmotoren fertigen. Rückenwind...

DWN
Immobilien
Immobilien Wohnungslos trotz Job: Wohnungsnot betrifft in Deutschland zunehmend Erwerbstätige
29.08.2025

Die Wohnungslosenzahlen steigen in Deutschland rasant: 474.700 Menschen gelten aktuell als wohnungslos – das sind 8 Prozent mehr als...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Inflationsrate klettert auf 2,2 Prozent: "Inflation ist hartnäckiger als gedacht"
29.08.2025

Die Inflation in Deutschland bleibt ein zentrales Thema: Verbraucherpreise steigen, Kaufkraft sinkt und Ökonomen warnen vor anhaltender...

DWN
Politik
Politik Russland: Angriff auf Ukraine zerstört Hoffnung auf Friedensgespräche
29.08.2025

Ein russischer Luftangriff erschüttert die fragile Hoffnung auf Frieden im Ukraine-Krieg. Während in Kiew zahlreiche Opfer beklagt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Zwischen Kontrolle und völliger Freiheit: Welcher Führungsstil ist vorteilhafter?
29.08.2025

In Zeiten, in denen Gehälter immer seltener das entscheidende Kriterium im Wettbewerb um Arbeitskräfte sind, müssen Arbeitgeber etwas...

DWN
Technologie
Technologie DKB-Störung: Kunden bundesweit vom Online-Banking und der App abgeschnitten
29.08.2025

Die Deutsche Kreditbank kämpft aktuell mit einer massiven Störung. Weder Login noch Überweisungen funktionieren zuverlässig – Kunden...