Irak: Terror-Gruppe Isis bedroht die ganze Welt

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
30.06.2014 14:50
Das ausgerufene Kalifat der Terrorgruppe Isis richtet sich nicht nur gegen die Region des Nahen Ostens, sondern gegen alle Länder der Welt, warnt das irakische Militär. Zudem riefen die USA die internationale Gemeinschaft auf, den Vormarsch von Isis zu stoppen.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Das von Islamisten ausgerufene Kalifat in Syrien und im Irak stellt nach Einschätzung des irakischen Militärs eine Bedrohung für die ganze Welt dar. Die Erklärung der Extremisten richte sich nicht nur an die Staaten der Region, sondern alle Länder, sagte der Militärsprecher Kassim Atta am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Islamisten hatten Extremisten weltweit aufgerufen, Treue zu geloben.

Die bislang als Islamischer Staat im Irak und Syrien (Isis) bekannte Gruppe hatte am Sonntag ein Kalifat ausgerufen und sich in Islamischer Staat umbenannt (mehr hier). Die Islamisten haben Gebiete im Norden und Osten Syriens sowie im benachbarten Irak unter ihrer Kontrolle. Dort nahmen sie Anfang des Monats die Millionenstadt Mossul ein und starteten einen Vormarsch auf die Hauptstadt Bagdad mit dem Ziel, einen grenzüberschreitenden islamischen Staats vom Mittelmeer bis zum Persischen Golf zu schaffen.

Iraks Ministerpräsident Maliki gab der USA eine Mitschuld an der derzeitigen Situation, weil sie die Lieferung von Kampfflugzeugen verzögert habe. Somit habe der Irak über keine Luftverteidigung verfügt, um den Vormarsch der Isis zu verhindern. Der Irak hat nun Kampfjets aus Russland gekauft (hier).

Das US-Außenministerium wies die Kritik jedoch entschieden zurück.

„Diese Art der Schuldzuweisung an Außenstehende ist Teil des Problems, das den Irak in seine heutige Situation gebracht hat. Es hat diese Krise ermöglicht. Als wir den Irak verlassen haben, gaben wir den Irakern die Möglichkeit, eine bessere Zukunft zu schaffen. Und unglücklicherweise sind die Führer des gesamten [politischen] Spektrums nicht in den Vordergrund getreten und haben diese Möglichkeit ergriffen. Sie haben stattdessen andere beschuldigt und das Land nicht geeint“, zitiert Fox News eine Sprecherin des US-Außenministeriums.

Statt gegenseitiger Schuldzuweisungen müsse die „internationale Gemeinschaft“ nun vereint gegen die Bedrohung agieren, betonte das US-Außenministerium weiter.

„Die Strategie von Isis, ein Kalifat quer durch die Region zu schaffen, ist bereits seit einiger Zeit ersichtlich. Deshalb ist dies ein kritischer Moment für die internationale Gemeinschaft, um zusammen den Vormarsch von Isis zu stoppen“, so eine Sprecherin des US-Außenministeriums gegenüber Al Jazeera.


Mehr zum Thema:  

DWN
Marktbericht
DWN
Finanzen
Finanzen Corona-Insolvenzwelle, Teil 5: Die erste deutsche Universität steuert auf die Pleite zu

Die durch die Corona-Pandemie ausgelösten Finanzprobleme machen auch vor dem deutschen Bildungssektor nicht Halt. Nun kämpft die erste...

DWN
Politik
Politik Funkstille zwischen China und den USA: Das Risiko einer militärischen Eskalation im Pazifik ist so hoch wie nie zuvor

Im Südchinesischen Meer verschärfen sich die bestehenden Spannungen. Das Risiko ernster Zwischenfälle ist Experten zufolge so hoch wie...

DWN
Deutschland
Deutschland US-Höchstgericht urteilt im Besitz-Streit um den Welfenschatz der Preußen-Stiftung

Der höchste Gerichtshof der USA soll klären, ob die Stiftung Preußischer Kulturbesitz rechtmäßiger Eigentümer des Welfenschatzes ist....

DWN
Politik
Politik Krawall im Südsee-Paradies: Niederlande aktivieren Soldaten zur Eindämmung schwerer Unruhen auf Curacao

Auf der zu den Niederlanden gehörenden Karibikinsel Curacao sind Unruhen ausgebrochen. Den Haag aktiviert seine dort stationierten...

DWN
Deutschland
Deutschland Konjunktur-Prognose des ifo-Instituts zu optimistisch? Fehlt auch nur ein Baustein, bricht das Kartenhaus zusammen

DWN-Gastautor Michael Bernegger und DWN-Chefredakteur Hauke Rudolph liefern eine Einschätzung der ifo-Prognose, der zufolge die deutsche...

DWN
Politik
Politik Neue Festnahme im Epstein-Skandal: Für Prinz Andrew wird die Lage zunehmend brenzlig

Die Festnahme der ehemaligen Freundin des Sexualverbrechers Jeffrey Epstein könnte für Prinz Andrew gefährlich werden. Die Dame kennt...

DWN
Politik
Politik Einbruch-Serie erschüttert Europaparlament: Dutzende Büros aufgebrochen, Akten und Computer gestohlen

Wie erst jetzt bekannt wurde, wurden im Europaparlament in Brüssel in den vergangenen Wochen dutzende Abgeordneten-Büros aufgebrochen und...

DWN
Politik
Politik Frankreichs Regierung tritt komplett zurück

Nach dem Debakel bei der Kommunalwahl muss sich Frankreichs Regierung komplett neu aufstellen.

DWN
Finanzen
Finanzen Bayer im Schuldenstrudel: Nach Monsanto-Desaster sind Neu-Schulden in Milliardenhöhe nötig

Die teure Übernahme des unbeliebtesten Unternehmens der Welt geht für Bayer kräftig nach hinten los. Auch nach den neuesten...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB warnt: Das Gespenst der Deflation ist zurück

Die Europäische Zentralbank warnt vor deflationären Tendenzen in Europa. Viele Branchen dürften in Wahrheit aber weit von sinkenden...

DWN
Politik
Politik Britisches Höchstgericht: Venezuelas Goldschatz in London steht selbsternanntem Präsidenten Guaido zur Verfügung

Im Streit um die in London lagernden Goldvorräte Venezuelas hat der britische High Court ein Urteil gefällt. Demnach kann der...

DWN
Panorama
Panorama Kreml reagiert auf erhöhte Radioaktivität im Gebiet der Ostsee

Russland hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach das Land für die zuletzt erhöhte Radioaktivität in der Ostsee verantwortlich gewesen sein...

DWN
Politik
Politik Kopfgeld für tote US-Soldaten: Der neueste PR-Feldzug des Tiefen Staates gegen Trump

Interessierte Kreise versuchen mit immer neuen Behauptungen, den amerikanischen Präsidenten Donald Trump in Verruf zu bringen....

DWN
Technologie
Technologie Wasserstoff: Die Lösung aller Antriebs-Probleme beim Auto?

Der Experte Timm Koch plädiert im großen DWN-Interview für das Auto mit Brennstoffzellen-Antrieb, der auf Wasserstoff basiert.

celtra_fin_Interscroller