Russland: Kommunisten bei Umfragen überraschend gut

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
11.04.2015 01:08
De Kommunistische Partei Russlands veranstaltet die meisten Massenkundgebungen von allen politischen Kräften im Land. Sie wird bei den anstehenden Parlamentswahlen 2016 wohl als Herausforderer der Regierungs-Partei Einiges Russland auftreten. Derzeit sind die Kommunisten mit 92 Sitzen die zweitstärkste Kraft in der Duma. Einiges Russland hat 238 Sitze.
Russland: Kommunisten bei Umfragen überraschend gut

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Das Institut für Sozioökonomische und politische Forschung (ISEPI) hat am Donnerstag eine Analyse veröffentlicht, worin die Kommunistische Partei der Russischen Föderation (KPRF) als Herausforderer der aktuellen russischen Regierungspartei Einiges Russland (ER) gehandelt wird. ER erweist sich zwar bei den Regional- und Kommunalwahlen als erfolgreich und ist auch medial präsenter, doch dafür ist die KPRF bei der Anzahl von Massenkundgebungen und Großveranstaltungen führend.

Der Vize-Vorsitzende des Zentralkomitees der KPRF, Wladimir Kaschin, sagte der Zeitung Kommersant, dass es einen wichtigen Grund für die Straßen-Präsenz seiner Partei gebe. Die KPRF sei nämlich „die einzige Oppositionskraft im Land“, so Kaschin. Zudem decke die KPRF ein breites Spektrum von Themen ab, auf die sie Antworten habe. Diese reichen von der Krim-Politik bis zum Geburtstag von Lenin.

Wahlforscher sehen geringe Chancen für Parteien, die aktuell nicht in der Duma vertreten sind. Doch die Situation könnte sich ändern, je näher die Parlamentswahl und die damit zusammenhängenden Umfragen näher rücken.

Die Partei Jabloko, die als liberal-populistisch umschrieben werden kann, belegte in der Gesamtbewertung der ISEPI den fünften Platz. ISEPI-Analysten gehen davon aus, dass Jabloko den Kern eines neuen rechtsgerichteten Oppositions-Blocks bilden könnte.

Das Forschungszentrum Levada hatte im März eine Umfrage veröffentlicht, wonach die Oppositions-Parteien derzeit wenig Zuspruch in der Bevölkerung genießen. Allerdings stimmen zur gleichen Zeit 58 Prozent der Befragten der Aussage zu, die Opposition sei ein notwendiger Bestandteil des politischen Systems. 22 Prozent der Befragten erachten die Existenz von Oppositions-Bewegungen im Land als unnötig, da diese die Gesellschaft unnötig atomisieren würden. Die Folge seien interne Konflikte.

Derzeit ist ER 238 Sitzen in der Duma die stärkste Partei Russlands. An zweite Stelle kommt die KPRF mit 92 Sitzen. Darauf folgen Gerechtes Russland mit 64 und die Liberal-Demokratische Partei von Wladimir Schirinowski mit 56 Sitzen.



DWN
Finanzen
Finanzen Die Schulden-Blase platzt: Nun drohen weltweite Insolvenz-Kaskaden und neue Finanzkrisen

Geldgeber misstrauen zunehmend der Bonität vieler überschuldeter Unternehmen, was sich in steigenden Renditen am US-Anleihemarkt...

DWN
Politik
Politik Iran: Corona-Virus infiziert Staatsspitze, erster Politiker tot

Im Iran ist der ehemalige iranische Botschafter im Vatikan an den Folgen des Corona-Virus gestorben. Zudem haben sich die Chefberaterin des...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Einbruch am Weltmarkt: Deutsche Autobauer stehen vor riesigen Verlusten

Der Pkw-Weltmarkt verzeichnet einen riesigen Einbruch. Besonders der chinesische Markt ist betroffen – für die deutschen Autobauer und...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russen unterlaufen Trumps Öl-Sanktionen gegen Venezuela

Die erst vergangene Woche erlassenen US-Sanktionen gegen Rosneft sollten den Export von Rohöl aus Venezuela unterbinden. Nun zeigt sich,...

DWN
Politik
Politik Syrien: Erdogan-Armee erobert Assads wichtigste Nachschublinie

Die Syrische Nationale Armee, die von der Türkei unterstützt wird, hat die strategisch wichtige Stadt Saraqib erobert. Damit ist es ihr...

DWN
Politik
Politik Linke stellt Strafanzeige gegen Merkel wegen US-Tötung von Soleimani

Die Linke hat Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen der Tötung des iranischen Generals Soleimani durch die USA angezeigt.

DWN
Politik
Politik Südamerika: Hunger und Elend erreicht man auch ohne Krieg

Mehrere der großen Staaten Südamerikas machen vor, wie man in kurzer Zeit Wohlstand beziehungsweise Hunger und Elend erreicht. Wo es...

DWN
Finanzen
Finanzen Finanzkrise im Libanon gerät außer Kontrolle: IWF entsendet Notfall-Team nach Beirut

Der Libanon steht nach einer wochenlangen wirtschaftlichen und politischen Krise vor dem Kollaps. Der IWF will eingreifen, die an der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Virus-Krise erfasst immer mehr Unternehmen - eine Übersicht

Die Virus-Krise erfasst immer mehr Unternehmen: Ob gestrichene Gewinnziele, Einstellungsstopps oder Schutzausrüstung für Mitarbeiter....

DWN
Deutschland
Deutschland Zahl der Verkehrstoten sinkt auf historischen Tiefstand

Im letzten Jahr sind in Deutschland 3.059 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Damit erreicht die Zahl der...

DWN
Politik
Politik Athen reagiert auf Ausschreitungen gegen Migranten-Lager auf Ägäisinseln

Nach schweren Zusammenstößen zwischen Polizei und aufgebrachten Einwohnern hat die Regierung in Athen am Donnerstag reagiert.

DWN
Politik
Politik Deutschlands neue Machtpolitik: Kooperation oder Hegemonie?

Die DWN sprachen mit dem geopolitischen Experten und Buchautor Erhard Crome über Deutschlands außenpolitische Ambitionen, sein...

DWN
Deutschland
Deutschland Bauindustrie geht mit vollen Auftragsbüchern ins Jahr 2020

Die deutsche Bauindustrie erwartet für das aktuelle Jahr steigende Umsätze. Die Auftragsbücher der Betriebe sind nach wie vor prall...

DWN
Finanzen
Finanzen Razzia bei Großbank ABN Amro in Frankfurt

In den Räumlichkeiten der Großbank ABN Amro in Frankfurt am Main hat heute eine Razzia stattgefunden. Sie stand im Zusammenhang mit dem...

celtra_fin_Interscroller