Ferguson: Ein Schwerverletzter nach Schüssen bei Gedenkenfeier

In der US-Stadt Ferguson sind nach einem Gedenkzug für den vor einem Jahr erschossenen Michael Brown mehrere Schüsse gefallen. Ein enger Freund von Brown wurde während der Demonstration schwer verletzt. Mehrere Gruppen riefen zu einem Tag des zivilen Ungehorsams auf.

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Nach dem Gedenken an den vor einem Jahr erschossenen Michael Brown sind in der US-Stadt Ferguson (Missouri) in der Nacht zum Montag mehrere Schüsse gefallen. Dies berichtete die Polizei von St. Louis über den Kurznachrichtendienst Twitter. Einer ihrer Beamten sei unter „heftigen Beschuss“ gekommen, meldete die Polizei und veröffentlichte dazu unter anderem ein Foto, das eine durchschossene Frontscheibe eines Autos zeigte.

Die Polizei habe die Schüsse erwidert: Dabei soll mindestens ein Demonstrant schwer verletzt worden sein: Ein Mann soll blutüberströmt mit dem Gesicht nach unten am Boden gelegen haben, berichten US-Medien. Der getroffene Demonstrant befinde sich in einem kritischen Zustand. Laut St. Louis Post Dispatch handelt es sich um einen 18-jährigen engen Freund von Michael Brown.

Ein Journalist der New York Times berichtete, dass Beamte hinter Fahrzeugen in Deckung gegangen seien. Hubschrauber kreisten über dem Geschehen. Es blieb zunächst unklar, wer die Schüsse abgegeben hatte.

Zuvor war friedlich an den von einem weißen Polizisten erschossenen schwarzen Jugendlichen Michael Brown erinnert worden. Für Montag riefen mehrere Gruppen zu einem Tag des zivilen Ungehorsams auf. Der Tod des unbewaffneten Teenagers am 9. August 2014 hatte Unruhen und Demonstrationen gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt ausgelöst. Die juristische Entscheidung gegen eine Anklage des Täters hatte damals zu schweren Krawallen geführt.

Kurz vor dem Jahrestag des Todes von Michael Brown hat ein US-Polizist erneut einen unbewaffneten Schwarzen erschossen. Dieser sei mit seinem Wagen durch die Scheibe eines Geschäftes in Arlington im Bundesstaat Texas gefahren, teilte die Polizei mit. Zwei Beamte seien wegen eines mutmaßlichen Einbruchsdeliktes dorthin geschickt worden.

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