Politik

Türkei: Erdogans Schwiegersohn wird Energie-Minister

Lesezeit: 1 min
26.11.2015 00:50
Der Schwiegersohn von Staatschef Recep Tayyip Erdogan wird neuer Energieminister in der Türkei. Die Familie Erdogan steht seit längerem im Verdacht, Öl-Geschäfte mit der Terror-Miliz IS getätigt und Millionen-Profite eingestreift zu haben.
Türkei: Erdogans Schwiegersohn wird Energie-Minister

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat am Dienstag sein neues Kabinett vorgestellt. Zum Energieminister ernannte der Regierungschef den Schwiegersohn von Staatschef Recep Tayyip Erdogan, Berat Albayrak. Auch mehrere andere Vertraute des Präsidenten sind in der Regierung vertreten, unter ihnen Innenminister Efkan Ala und Verkehrsminister Binali Yildirim.

Der Sohn von Erdogan, Bilal, spielt laut New Eastern Outlook Journal eine wichtige Rolle im türkischen Öl-geschäft: Er soll im Besitz gleich mehrerer Schifffahrtsgesellschaften sein. Angeblich habe er Verträge mit Firmen abgeschlossen, die in Europa agieren, um gestohlenes irakisches Öl nach Asien zu schaffen. Die türkische Regierung kaufe das fragliche Öl aus den besetzten irakischen Quellen. Erdogans Sohn wiederum sei im Besitz spezieller Anlegeplätze in den Häfen von Beirut und Ceyhan, von denen aus das vom IS geschmuggelte Rohöl via japanischer Tankschiffen befördert werde.

Erdogan hatte den amtierenden Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu vor einer Woche erneut mit der Regierungsbildung beauftragt. Zuvor war das türkische Parlament in Ankara nach der Wahl vom 1. November vereidigt worden. Bei dem Urnengang hatte Erdogans konservative AKP 316 Mandate im 550 Sitze zählenden Parlament erreicht.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Umverteilung von Nord nach Süd nimmt Fahrt auf

Die EZB hat erneut viele Milliarden Euro in die hoch verschuldeten Staaten im Süden der Eurozone gepumpt. Dies geschieht auf Kosten von...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Trotz Energie-Notstand: Deutscher Versorger liefert Gas nach Marokko

Der zweitgrößte Energieversorger Deutschlands liefert Gas nach Marokko. Angesichts der gegenwärtigen Umstände ist der Deal politisch...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Insider: Großbritannien leitet kontaminiertes Gas in die EU

Großbritannien liefert verschmutztes, teilweise radioaktiv kontaminiertes, Gas in die EU. Es droht die Schließung wichtiger Pipelines.

DWN
Politik
Politik Wahlkampf in Italien: „Gott, Vaterland und Familie“

In Italien hat mittlerweile nach dem Sturz der Regierung von Mario Draghi der Wahlkampf begonnen. Schon jetzt zeigt sich, dass schwere...

DWN
Finanzen
Finanzen Der Immobilienboom ist vorbei – global und in Deutschland

Dem Immobilienboom in Deutschland sowie auch global geht die Luft aus. In einigen Regionen wird sogar ein massiver Einbruch der Preise...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft China: Handel mit Russland boomt

Obwohl das chinesische Wirtschaftswachstum unter der Corona-Politik und Immobilienkrise gelitten hat, legte das Exportwachstum im Juli zu.

DWN
Panorama
Panorama 75 Jahre Streit und Hass: Die Folgen der Teilung von Indien und Pakistan

Als die Briten ihre ehemalige Kolonie in Indien und Pakistan teilten, folgte Chaos und Blutvergießen mit bis zu einer Million Tote. Der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energie-Krise: Norwegen will keinen Strom mehr exportieren

Angesichts eigener Probleme erwägt Norwegen eine Begrenzung der Strom-Exporte ins Ausland. Das könnte die Energie-Krise europaweit...