Finanzen

Gegen den Dollar: Goldman Sachs plant eigene Währung

Lesezeit: 1 min
03.12.2015 18:18
Goldman Sachs will, dass Spekulanten schneller an ihr Geld kommen: Herkömmliche Transfers von Geld dauern zu lange. Daher will Goldman eine eigene, virtuelle Währung mit dem Namen SETLcoin auf den Markt bringen.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die US-Investmentbank plant ihre virtuelle, eigene Währung, um den Handel mit Finanzprodukten wie Aktien und Anleihen zu erleichtern. Die Währung solle SETLcoin heißen, teilte Goldman Sachs am Donnerstag in einem Schreiben an die US-Aufsichtsbehörden mit. In den Handelsräumen der großen Banken und Handelshäuser stehen zwar Computer, die jede Transaktion in einem Bruchteil von Sekunden umsetzen, es dauert aber immer noch Tage, um das Geld und die Finanzprodukte tatsächlich an neue Besitzer zu transferieren. In dieser Zeit können Käufer oder Verkäufer zum Beispiel Pleite gehen.

Goldman Sachs will nun mit seiner virtuellen Währung erreichen, dass dieser Teil des Geschäfts ebenfalls in Sekunden abgewickelt werden kann. SETLcoin wäre keine neue virtuelle Währung wie Bitcoin, aber wie sie würde sie programmiert. Auch andere Banken testen zur Zeit virtuelle Währungen für ihre Geschäfte – etwa die britische Barclays, die US-Bank Citigroup und die Banco Santander in Spanien.

Die virtuelle Währung Bitcoin war 2009 als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen wurde sie von einem unbekannten Programmierer, der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte. Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet – der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt stark.


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mittelstandsumfrage: Betriebssoftware ist das Herzstück der Digitalisierung in Unternehmen
18.06.2024

Ein neuer Report zeigt: ERP-Systeme sind entscheidend für die Digitalisierung im Mittelstand. Während KI und Cloud weniger wichtig sind,...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Erholung auf wackligen Beinen, US-Dollar im Aufwind, Gold leidet - der DWN-Marktreport
18.06.2024

Die DAX-Erholung hat sich im frühen Dienstagshandel zunächst fortgesetzt, alles bleibt aber eine wacklige Angelegenheit. Am Gesamtmarkt...

DWN
Politik
Politik Verteidigungsausgaben Deutschland 2024: Nato-Ziele erreicht
18.06.2024

Deutschland hat der Nato für das aktuelle Jahr geschätzte Verteidigungsausgaben von 90,6 Milliarden Euro gemeldet und würde damit klar...

DWN
Politik
Politik Selenskyj lobt Friedensbemühungen in der Schweiz - Russland verstärkt Angriffe
18.06.2024

Nach der internationalen Ukraine-Friedenskonferenz in der Schweiz zog der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag eine...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Liquidität: Baubranche leidet unter übler Zahlungsmoral der Behörden
18.06.2024

Die deutsche Baubranche kämpft neben der Wohnungsbau-Krise vor allem mit der schlechten Zahlungsmoral der öffentlichen Hand. Ausgerechnet...

DWN
Politik
Politik EU-Spitzenposten: Keine Einigung - von der Leyen braucht Geduld
18.06.2024

Der Poker um die Besetzung der EU-Spitzenposten nach der Europawahl geht in die Verlängerung: Die Staats- und Regierungschefs der...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie passives Investieren den Markt für Vermögensverwalter in Deutschland verändert
18.06.2024

In den letzten Jahren hat sich die Landschaft der Vermögensverwaltung in Europa und Deutschland grundlegend verändert. Ein wesentlicher...

DWN
Politik
Politik Neuer Kampfpanzer Leopard 2: Das Ziel ist die Überlegenheit
18.06.2024

Bleibt der Kampfpanzer Leopard 2 das Rückgrat von Landstreitkräften? Der Hersteller des neuen Leo präsentierte in Frankreich auf einer...