Schweizer Regierung will Franken nicht mehr an Euro koppeln

Die Schweiz dürfte weiter auf Distanz zum Euro bleiben: Die Regierung will trotz der Schwierigkeiten für die Exportwirtschaft keine Koppelung des Franken an den Euro.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Die scheidende Schweizer Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf rechnet nicht mit der Wiedereinführung eines Euro-Mindestkurses durch die Notenbank des Landes. „Über einen Mindestkurs kann die Nationalbank immer nachdenken, ich glaube aber nicht, dass aktuell der Zeitpunkt dafür gegeben wäre, doch es ist und bleibt Sache der Nationalbank, darüber zu entscheiden“, sagte die Politikerin in einem Interview der Zeitung „Bündner Tagblatt“. Die Zentralbank lenke den Franken gegenwärtig über Negativzinsen und Eingriffe am Kapitalmarkt.

Drei Jahre lang hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Aufwertung des Franken mit einer Untergrenze eingedämmt. Doch zu Jahresbeginn gab sie den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken auf, die Landeswährung stieg sprunghaft. Das macht der exportorientierten Wirtschaft zu schaffen, weil Schweizer Waren im Ausland damit praktisch über Nacht merklich teurer wurden. Am Mittwoch wurden für einen Euro 1,0805 Franken bezahlt.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***