Jemen: Neue US-Söldner ziehen in den Kampf gegen Rebellen

Im Jemen sind neue Söldner der US-Firma DynCorp angekommen, um die Rebellen im Land zu bekämpfen. Sie sollen die Söldner von Blackwater ersetzen. Diese wurden zuvor von den Rebellen reihenweise getötet.

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Die Konfliktgebiete im Jemen. (Grafik: Stratfor)

Die Konfliktgebiete im Jemen. (Grafik: Stratfor)

Die ersten Söldner der privaten US-Militärfirma DynCorp sind am Mittwoch am Hafen von Ras Omran südwestlich von Aden angekommen. Sie werden die Söldner von Academi, ehemals Blackwater, ersetzen, da diese im Kampf gegen die Houthi-Rebellen nicht bestehen konnten, berichtet die griechische Zeitung tribune. In den vergangenen Wochen sollen nach einem Bericht von TeleSUR über 39 Blackwater-Söldner im Jemen ums Leben gekommen sein. Bereits am 1. Februar wurde der US-amerikanische Blackwater-Befehlshaber Nicholas Butros bei Kämpfen gegen die Rebellen in der Provinz Lahij getötet. Die Blackwater-Söldner mussten sich aus der Region Bab el Mandeb komplett zurückziehen.

Die Söldner von DynCorp wurden im Auftrag der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in den Jemen entsendet. Die VAE unterstützt die Regierung in Sanaa gegen die Rebellen. DynCorp soll für den Einsatz drei Milliarden Dollar erhalten.

Die Krisenberaterin von Amnesty International (AI), Donatella Rovera, sagt im Interview mit dem Wiener Standard, dass alle Konfliktparteien im Jemen für zivile Opfer verantwortlich seien, aber die meisten Toten würden die Luftangriffe der saudi-geführten Koalition fordern. Dabei weist sie auch auf eine aktive Tatbeteiligung der EU und der USA hin. „Sowohl EU-Mitgliedstaaten als auch die USA unterstützen diese Bombardements – 99,9 Prozent der Geschosse und Bomben, die ich im Jemen gesehen habe, stammten aus US-Fertigung, darunter auch international geächtete Streubomben. Berater aus den USA und möglicherweise auch aus Großbritannien stehen der Koalition bei der Zielauswahl zur Seite“, so Rovera.

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