Politik

USA verlegen B-52-Bomber in den Nahen Osten

Lesezeit: 1 min
09.04.2016 15:48
Die USA verstärken ihre Militärpräsenz in Nahen Osten mit B-52 Bombern. Welchen genauen Auftrag die unter anderem im Vietnam-Krieg eingesetzten Maschinen haben, ist unklar. Die Nato strebt eine langfristige Präsenz im Nahen Osten.
USA verlegen B-52-Bomber in den Nahen Osten
Eine B52 mit einem X-51A WaveRider unter der Tragfläche. (Foto: U.S. Air Force/Bobbi Zapka)
Foto: Bobbi Zapka

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Im Kampf um die Vorherrschaft im Nahen Osten verlegen die USA zum ersten Mal seit dem Ende des Golfkriegs 1991 wieder B-52-Bomber in den Nahen Osten. Die ab Samstag in Katar stationierten Maschinen sollten laut Reuters zum Einsatz von Präzisionswaffen gegen die Terror-Miliz IS verwendet werden, sagte Generalleutnant Charles Brown vom Central Command. Ein Sprecher der US-Luftwaffe lehnte es ab, die Zahl der eingesetzten Langstreckenbomber zu nennen. "In diesem Krieg ist Genauigkeit von kritischer Bedeutung", sagte er. Weil die IS-Kämpfer sich oft unter die Bevölkerung mischten, seien Flächenbombardements nicht effektiv. Die B-52 waren im Vietnam-Krieg für derartige Angriffe eingesetzt worden.

Syrien hatte erst am Freitag einen US-Bürger freigelassen, der in der Region offenkundig als Söldner unterwegs war. Die USA unterstützen verschiedene Kampfgruppen. Nach offizieller Aussage handelt es sich bei vielen Einsätzen um "Militärberater". Die Nato hat diese Woche erklärt, die "Ausbildung" von Armeen im Nahen Osten künftig Teil ihres Geschäftsmodells ist. Dazu will die Nato mit dem Golf Kooperationsrat zusammenarbeiten.

Nato General Jens Stoltenberg hatte erklärt, dass die USA und die EU sich auch durch Militäreinsätze auf fremdem Territorium verteidigen müssten. Völkerrechtlich ist dieser Ansatz nicht gerechtfertigt und würde unter Umständen eher als Angriffskrieg klassifiziert werden.

Die Golfstaaten waren nach Aussage des früheren indischen Botschafters in Damaskus führend bei der Destabilisierung Syriens.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Rundfunkbeitrag: Erträge steigen auf neun Milliarden Euro - Zahlen wir bald noch mehr?
25.06.2024

In der deutschen Medienpolitik wird erneut über die Höhe des Rundfunkbeitrags diskutiert. Ab 2025 könnte er laut einer Empfehlung um 58...

DWN
Finanzen
Finanzen Milliardenlücke bei Förderung erneuerbarer Energien
25.06.2024

Die Bundesregierung sieht sich mit erheblichen Mehrkosten bei der Förderung erneuerbarer Energien konfrontiert. Laut einem Schreiben von...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bauen, wie es sich der Kanzler wünscht: Eine Million Quadratmeter neue Siemensstadt
25.06.2024

Am Dienstag kommt Olaf Scholz (SPD) in die Berliner Siemensstadt zur Grundsteinlegung des neuen „Siemensstadt Square“. Nach mehr als...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Gallup-Studie: Arbeitnehmer kämpfen weltweit gegen Stress
25.06.2024

Der neueste Gallup-Bericht zeigt: Trotz wirtschaftlichem Fortschritt erleben viele Arbeitnehmer weltweit hohen Stress und sinkende...

DWN
Politik
Politik 6-Tage-Woche in Griechenland: Arbeiten die Deutschen zu wenig?
25.06.2024

Trotz Personalmangel wird in Deutschland die Vier-Tage-Woche getestet. In Griechenland passiert gerade das Gegenteil: Ein neues Gesetz zur...

DWN
Politik
Politik Enquetekommission? Zustimmung aus Ampel-Fraktionen für Corona-Bürgerrat
25.06.2024

Die Idee, die Corona-Politik Deutschlands in einem Bürgerrat aufzuarbeiten, findet Unterstützung in den drei Ampel-Fraktionen. "Aus...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Energie der Zukunft: Power-to-X-Technologien auf dem Vormarsch
25.06.2024

Wie kann volatiler Strom dauerhaft gespeichert werden? Power-to-X-Technologien, kurz PtX oder P2X, sind eine der besten Antworten auf diese...

DWN
Politik
Politik EU-Beitrittsgespräche: Ukraine und Moldau auf dem Weg zur Mitgliedschaft
25.06.2024

Traditionell standen Balkanstaaten wie Montenegro oder Serbien im Fokus, wenn es um mögliche neue EU-Mitglieder ging. Doch durch Russlands...