Politik

Chemikalienhändler Brenntag: Amerika-Geschäft bricht ein

Lesezeit: 1 min
09.05.2016 10:33
Der Chemikalienhändler Brenntag muss im Auftaktquartal 2016 ein schwächeres Ergebnis hinnehmen. Eine schwächere Nachfrage in Nordamerika und negative Währungseffekte haben die Zahlen belastet. Die Aktien gerieten vorbörslich unter Druck und verloren deutlich an Wert.
Chemikalienhändler Brenntag: Amerika-Geschäft bricht ein

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der weltgrößte Chemikalienhändler Brenntag hat in seinem wichtigen Amerika-Geschäft mit immer stärkerem Gegenwind zu kämpfen. Zum einen setzt dem Unternehmen aus Mülheim an der Ruhr weiter die Schwäche der nordamerikanische Öl- und Gasbranche zu. Zum anderen kamen Probleme in Lateinamerika hinzu: "Die erhebliche Abwertung der Währung hat die Erträge in Venezuela auf null reduziert", sagte Konzernchef Steven Holland am Montag.

Insgesamt sank der operative Gewinn (Ebitda) um 1,5 Prozent auf 192,1 Millionen Euro, während der Umsatz bei 2,58 Milliarden Euro praktisch stagnierte. Das Nachsteuerergebnis brach um 28 Prozent auf 66 Millionen Euro ein. Analysten hatten Brenntag jeweils deutlich mehr zugetraut, die Aktie fiel im Frankfurter Frühhandel um sieben Prozent, so Reuters.

"Das erste Quartal 2016 ist insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen verlaufen", so Holland. Er hielt an dem Ziel fest, 2016 alle wichtigen Kennziffern zu steigern. Hoffnung auf Erholung des von niedrigen Preisen gebeutelten Öl- und Gasgeschäfts macht sich der Brite vorerst jedoch nicht. Er setzt vielmehr darauf, dass neue Konzerntöchter das Geschäft stützen werden.

Allein 2015 hatte Brenntag zehn Unternehmen für insgesamt 550 Millionen Euro zugekauft. Der Konzern handelt als Bindeglied zwischen Chemieindustrie und weiterverarbeitenden Branchen in 74 Ländern mit über 10.000 Stoffen und bietet Dienstleistungen rund um den Chemievertrieb an.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Der weltweite Einfluss von Bill Gates auf die Medien  

Microsoft-Gründer Bill Gates war während der Pandemie in vielen Medien präsent. Weniger bekannt sind seine zahlreichen Spenden an...

DWN
Finanzen
Finanzen Abkopplung vom Dollar: Indischer Großkonzern kauft russische Kohle mit chinesischem Yuan

Die Instrumentalisierung des Dollars zu geopolitischen Zwecken führt verstärkt zu Gegenmaßnahmen.

DWN
Finanzen
Finanzen Starker Rubel: Russland zieht Kauf von Devisen befreundeter Länder in Betracht

Weil der Rubel immer teurer wird, setzt Russland auf Fremdwährungen. Die Moskauer Börse hat in dieser Woche den Handel bereits...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt eine neue Weltordnung – und wie können Anleger reagieren?

Mit China und Russland bildet sich ein neuer Gegenpol zu den USA. Anleger können sich gegen die geopolitischen Risiken nicht bloß durch...

DWN
Politik
Politik Russische Diamanten sollen sanktioniert werden

Die westliche Sanktionsliste gegen Russland wird offenbar um ein weiteres Asset erweitert. Bisher treffen Verbote des Diamantenhandels nur...

DWN
Deutschland
Deutschland Streik in NRW: Kräfte-verschleißender Machtkampf an den Uni-Kliniken

In NRW spitzt sich ein seit Wochen andauernder, harter Kampf zwischen Arbeitgeber und Krankenhauspersonal zu. Seit Wochen herrscht in allen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Rezession voraus: Geschäftsklima trübt sich europaweit ein

Unternehmen und Bürger rechnen zunehmend mit Gegenwind und wollen Investitionen verschieben.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lidl rüstet sich gegen Cyber-Attacken

Die Schwarz-Gruppe will sich künftig besser gegen Angriffe von außen schützen.