Wirtschafts-Krieg: Coca Cola stoppt Produktion in Venezuela

Der US-Konzern Coca Cola hat seine Produktion in Venezuela gestoppt. Das Land steht ohnehin schon vor einem wirtschaftlichen Kollaps. Zuvor hatte Präsident Maduro gesagt, dass die USA einen „Putsch“ gegen ihn initiieren wollen.

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Der US-Konzern Coca Cola hat seine gesamte Produktion in Venezuela mit sofortiger Wirkung eingestellt. Als offizielle Begründung wurden zu geringe Zuckerlieferungen genannt, die Coca Cola direkt aus Venezuela bezieht. Die Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das lateinamerikanische Land kurz vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch steht, berichtet The Telegraph. Die Inflationsrate liegt über 700 Prozent und es herrscht mittlerweile Lebensmittelknappheit.

Die Lebensmittelknappheit wurde dadurch ausgelöst, dass der größte private Nahrungsmittelproduzent Polar Group zuvor seine Produktion stoppte. Der US-Sender Fox News berichtete, dass zwischen der venezolanischen Regierung und dem Unternehmen ein „Wirtschaftskrieg“ tobe. Präsident Nicolas Maduro hatte dem Chef von Polar Group, Lorenzo Mendoza, Unterstützung und Finanzierung der rechten Opposition vorgeworfen, die ihn stürzen will.

Maduro zufolge sollen US-Konzerne die Anti-Regierungs-Proteste im Land finanzieren. Er befürchtet einen anstehenden US-Putsch. Die US-Regierung arbeitet eng mit der rechten Opposition zusammen. Venezuela spielt, ähnlich wie Brasilien, eine Schlüsselrolle im internationalen Rohstoff-Geschäft.

Tatsächlich wird das rechte Oppositionsbündnis Mesa de la Unidad Democrática (MUD) massiv von der US-Organisation National Endowment for Democracy (NED) unterstützt. NED wird von der US-Regierung und der CIA-Tarnorganisation USAID finanziert.

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