Banken-Krise Italien: Veneto Banca kämpft ums Überleben

Die italienische Veneto Banco verfügt über Liquidität weit unter der Grenze dessen, was die Aufsicht vorschreibt. Sollten die Anleger weiter Geld abziehen, hat die Bank kaum eine Chance aufs Überleben.

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Die italienische Krisenbank Veneto Banca kämpft laut Reuters mit einer noch angespannteren Liquiditätssituation als zuletzt ohnehin schon befürchtet. Wie aus am Freitag veröffentlichten Unterlagen für die geplante, eine Milliarde Euro schwere Kapitalerhöhung hervorgeht, ist der entsprechende Indikator für die Liquiditätsausstattung weiter unter die Vorgaben der Aufsichtsbehörden gerutscht. Damit wird die Wahrscheinlichkeit geringer, dass die Bank überleben kann, sollten Kunden kurzfristig viel Geld abziehen – analysiert Reuters.

Der mittelgroße Institut leidet wie andere Banken in Italien unter der jahrelangen Wirtschaftsmisere. Sie sitzen zusammen auf faulen Krediten von rund 360 Milliarden Euro. Das ist ein Drittel aller ausfallgefährdeten Darlehen in Europa. Der italienische Bankensektor hatte 2014 beim großen Stresstest der Europäischen Zentralbank am schlechtesten abgeschnitten.

Es wird erwartet, dass sich kaum private Investoren an der Veneto-Kapitalerhöhung beteiligen. Einspringen dürfte der Banken-Rettungsfonds des Landes. Dieser hatte Anfang Mai bereits der Banca Popolare di Vicenza mit 1,5 Milliarden Euro ausgeholfen. Mit seinem zweiten Engagement würde der Fonds bereits über die Hälfte seiner Mittel von 4,25 Milliarden Euro ausgegeben haben.

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