Politik

Buchmacher erwarten Verbleib Großbritanniens in der EU

Lesezeit: 1 min
23.06.2016 01:10
Nach Ansicht der englischen Buchmacher besteht kein Zweifel am Verbleib Großbritanniens in der EU. Wenn es nach den Wettbüros geht, wird eine klare Mehrheit für die EU stimmen. Die britischen Banken wollen sicherstellen, dass es im unwahrscheinlichen Fall eines EU-Austritts einen sanften Übergang für den Finanzplatz gibt.
Buchmacher erwarten Verbleib Großbritanniens in der EU

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der Online-Wettanbieter Betfair beziffert die Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs von Großbritannien in der EU nun mit 78 Prozent nach 75 Prozent am Mittwoch-Morgen.

Kurz vor der Abstimmung der Briten über einen Verbleib in der Europäischen Union liegen die Befürworter eines Austritts in einer Umfrage des Instituts ComRes vorn. Laut Erhebung für die Zeitung Daily Mail und den TV-Sender ITV kommt das Lager der EU-Unterstützer auf 48 Prozent und liegt damit sechs Prozentpunkte vor den EU-Gegnern. Elf Prozent sind demnach noch unentschieden.

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Zeitung The Times sieht einen Tag vor der Abstimmung die EU-Befürworter knapp vorn. Für den Verbleib in der Europäischen Union (EU) wollen demnach 51 Prozent der Befragten stimmen, für einen Austritt 49 Prozent. Bei der vorherigen YouGov-Umfrage führte dagegen das Brexit-Lager.

Die EU-Befürworter haben nach Analysen der jüngsten Meinungsumfragen durch die US-Bank JPMorgan die Nase ganz leicht vorn. JPMorgan-Experte Malcolm Barr teilt zudem mit, er persönlich sehe eine Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent, dass die Briten für einen Austritt votierten.

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Opinium sieht einen Tag vor der Abstimmung ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Für den Verbleib in der Europäischen Union (EU) stimmen demnach 44 Prozent der Befragten, für einen Austritt 45 Prozent.

Der britische Finanzbranchenverband TheCityUK hat nach Angaben des Daily Telegraph einen Forderungskatalog für den Fall eines Brexit erstellt. Die Politik wird demnach darin aufgerufen, für eine sanfte Übergangsphase zu sorgen. Grenzen sollen zudem geöffnet und eine Öffentlichkeitskampagne gestartet werden, die Großbritanniens Ruf als Finanzzentrum dann außerhalb der EU stütze, berichtet die Zeitung unter Berufung auf vertrauliche Unterlagen.

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) würde Großbritannien im Falle eines Austritts aus der Europäischen Union die Spitzen-Bonitätsnote „AAA“ entziehen. Sollte das Land sich für einen Brexit entscheiden, „dann wäre das 'AAA'-Kreditrating fällig und würde innerhalb kurzer Zeit danach zurückgestuft werden“, zitiert „Bild“ in einem Vorabbericht den S&P-Chef-Strategen für die Länder-Ratings, Moritz Kraemer. Die politische Lage im Land wäre bei einem Brexit weniger vorhersehbar, sagt er.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen EILMELDUNG: Furcht vor Zinswende – Investoren ziehen sich von der Wall Street zurück

Aus Furcht vor einer vorzeitigen Zinswende durch die US-Notenbank Fed ziehen sich Investoren von der Wall Street zurück. Ein möglicher...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Fed hält an ihrer „Supernova-Orgie aus Geld“ fest – Was bedeutet das für Gold und Silber?

Die US-Notenbank pumpt seit Jahren Billionen Dollar in den Markt. Im Zusammenhang mit anderen Faktoren wird die Inflation drastisch...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie sinnvoll ist es, in Platin oder Palladium zu investieren?

Platin und Palladium sind bei Anlegern weitaus weniger beliebt als Gold uns Silber. Die Investition ist riskanter und schwieriger.

DWN
Deutschland
Deutschland Enthüllung: Webseiten veröffentlichen Philipp Amthors Lobby-Brief an Wirtschaftsminister Altmaier

Im Zusammenhang mit den Lobby-Aktivitäten des CDU-Abgeordneten Philipp Amthor für die umstrittene Firma Augusts Intelligence wurde im...

DWN
Finanzen
Finanzen Türkische Notenbank hät Leitzins konstant bei 19 Prozent

Die türkische Notenbank rüttelt angesichts der weiter hohen Inflation vorerst nicht am Leitzins.

DWN
Finanzen
Finanzen Powells vorsichtige Worte zur Pandemie bremsen die Euphorie an den Märkten

Die US-Notenbank hat gestern nur wenig Konkretes erklärt. Entsprechend müde eröffnet heute Morgen die deutsche Börse.

DWN
Finanzen