Royal Bank of Scotland kündigt Strafzinsen für Kunden an

Die Royal Bank of Scotland will Negativzinsen an ihre Kunden weitergeben, falls die britische Zentralbank den Einlagensatz in den negativen Bereich absenkt. Eine entsprechende Ankündigung wurde per Post versandt. Der Bank zufolge werde derzeit aber nicht an konkreten Plänen gearbeitet.

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Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat einen Brief an rund 1,3 Millionen Kunden versandt, in dem sie die Einführung von Strafzinsen für die Kunden für den Fall ankündigt, dass die Zentralbank den Einlagenzinssatz in den negativen Bereich absenke, berichtet der Finanzblog Zerohedge.

Die Bank warnte: „Die weltweiten Leitzinsen verharren auf sehr niedrigem Niveau und sind in einigen Märkten sogar negativ. In Abhängigkeit von den künftigen Marktkonditionen könnte dies auf eine Gebühr für die Kundeneinlagen hinauslaufen.“

RBS und die zur Gruppe gehörende National Westminster Bank wären die ersten Banken in der Geschichte des Vereinigten Königreichs, die Strafzinsen auf Guthaben der Kunden anrechnen. Eine Sprecherin der Bank betonte, dass es derzeit aber keine konkreten Pläne in diese Richtung gäbe. „Wir bedenken jegliche notwendige Maßnahme für den Fall, dass der Einlagensatz der Bank of England unter Null fällt, aber werden alles tun, um unsere Kunden bestmöglich zu schützen.

Die Bank of England hatte eine Verschärfung der Niedrigzins-Politik erst kürzlich abgelehnt und warnte: „Wenn Leitzinsen zu niedrig oder gar negativ sind, könnte die angeschlagene Profitabilität der Banken die Kreditvergabe reduzieren oder deren Kosten erhöhen.“ Schlechter als erwartet ausgefallende Prognosen und Daten für die britische Wirtschaft könnten die Zentralbank jedoch zu einer Überprüfung ihrer Vorgehensweise veranlassen.

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