Gemischtes

Tesla meldet dreizehnten Quartals-Verlust in Folge

Lesezeit: 1 min
05.08.2016 00:33
Der amerikanische Elektroautobauer Tesla meldet den dreizehnten Quartalsverlust in Folge. Der Fehlbetrag stieg im zweiten Quartal um 60 Prozent auf fast 300 Millionen Dollar. Das Unternehmen investiert derzeit Milliarden in den Aufbau einer Batterie-Fabrik. Bei Investoren mehren sich die Zweifel.

Mehr zum Thema:  
Auto >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Auto  

Der Ausbau der Produktion kommt dem Elektroauto-Pionier Tesla teuer zu stehen. Im Frühjahr erwirtschaftete das Unternehmen aus dem Silicon Valley das 13. Quartal in Folge einen Verlust, berichtet Reuters. Der Fehlbetrag weitete sich nach Angaben vom Mittwoch um etwa 60 Prozent auf 293,2 Millionen Dollar aus. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um ein Drittel auf 1,27 Milliarden Dollar. Zugleich sieht das Unternehmen Licht am Ende des Tunnels: Falls es gelinge, die Produktionsziele in der zweiten Jahreshälfte zu erreichen, „haben wir eine gute Chance, profitabel zu werden“, sagte Finanzchef Jason Wheeler, ohne jedoch einen Zeitpunkt zu nennen.

Tesla-Chef Elon Musk hat seinem Unternehmen einen ambitionierten Plan vorgegeben. Binnen drei Jahren soll die Produktion von Elektroautos verzehnfacht werden. Erst kürzlich legte Musk den Grundstein für eine fünf Milliarden Dollar teure Batteriefabrik im Bundesstaat Nevada. Zugleich treibt er mit dem Übernahmeangebot für den Solaranlagen-Hersteller SolarCity seine Pläne voran, umwelt- und energiebewussten Verbrauchern künftig verschiedenste Produkte unter einer Marke anzubieten.

Bei Analysten schüren diese Pläne auch Zweifel. „Tesla wird eindeutig der Branchenführer bei Elektroautos bleiben, aber es könnte Jahre dauern, bis die Ergebnisse nicht nur ein rein spekulatives Investment in Tesla rechtfertigen“, sagte James Brumley, Analyst bei InvestorPlace.com.

So hatte die Autoproduktion zuletzt mit Schwierigkeiten zu kämpfen, in den ersten beiden Quartalen wurden jeweils weniger Fahrzeuge an die Kunden ausgeliefert als geplant. „Wir waren in den ersten sechs Monaten in der Produktionshölle“, sagte Musk. Inzwischen laufe es wieder besser. In der zweiten Jahreshälfte könnten etwa 50.000 Fahrzeuge die Fabriken verlassen. Das Unternehmen hatte ursprünglich angekündigt, 80.000 bis 90.000 Fahrzeuge in diesem Jahr auszuliefern. 2018 sollen es dann schon 500.000 sein.

Dazu will Tesla seine Modellreihe auf alle wichtigen Fahrzeugvarianten erweitern. Schon im kommenden Jahr sollen auch elektrische Busse und Lastwagen gebaut werden. Auch in das Carsharing-Geschäft will Tesla einsteigen. Trotz der Sicherheitsdebatte nach einem tödlichen Unfall in einem Tesla will Musk das Konzept des autonomen Fahrens vorantreiben. Alle Modelle sollen künftig vollständige Selbstfahrfähigkeiten haben, auch Busse und Lkw.


Mehr zum Thema:  
Auto >

DWN
Immobilien
Immobilien Zukunft der deutschen Shopping-Center: „New Look“ Hotspots mit Palette von Angeboten 
25.07.2024

Digitalisierung und verändertes Einkaufsverhalten rütteln schon seit einiger Zeit an den Grundlagen der traditionellen deutschen...

DWN
Politik
Politik Flugausfälle nach erneuter Klimakleber-Attacke am Flughafen Frankfurt
25.07.2024

Wegen einer erneuten Störung von Klimademonstranten ging am Frankfurter Flughafen für Stunden nichts mehr. Bei vielen Urlaubern dürften...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Crowdstrike-Panne und Kaspersky-Kontroverse: Die große Cyber(un)sicherheit im deutschen Mittelstand
25.07.2024

Nach der Crowdstrike-Panne dürfte die Diskussion um das Verbot der russischen Antivirensoftware Kaspersky wieder aufflammen. In den USA...

DWN
Politik
Politik Friedensverhandlungen: Ukraine signalisiert Gesprächsbereitschaft mit Russland
25.07.2024

Der ukrainische Außenminister ist in Peking auf der Suche nach einer diplomatischen Lösung des Krieges. China spielt eine wichtige Rolle...

DWN
Politik
Politik Die Sache mit dem bedingungslosen Grundeinkommen hat sich erledigt!
25.07.2024

Bei uns wird noch geforscht und diskutiert. In den USA ist eine erste große Studie jetzt abgeschlossen: Sie beweist, dass das...

DWN
Politik
Politik Die Entwicklung von Großreichen
25.07.2024

Angesichts des kürzlich beendeten G7-Gipfels, der die sinkende Bedeutung der Gruppe offenbarte, stellt sich die Frage, wo die Macht heute...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Silicon Valley hat bei US-Wahlen zwei Eisen im Feuer: J.D. Vance - vor allem Kamala Harris
24.07.2024

Die Hi-Tech-Schmieden im – weltweit zum Synonym für Innovationsfähigkeit gewordenen – Silicon Valley halten sich selbstbewusst für...

DWN
Politik
Politik Konflikt mit dem Westen: Russland plant Stärkung der Kriegsflotte
24.07.2024

Russland beabsichtigt, angesichts der Spannungen mit dem Westen, seine Kriegsflotte erheblich zu verstärken. "Die USA und andere...