Finanzen

China eröffnet Ausländern neuen Zugang zum Aktienmarkt

Lesezeit: 1 min
17.08.2016 03:42
Chinas Staatsregierung hat der seit Monaten geplanten Kooperation der Börsen in Hongkong und Shenzhen grünes Licht gegeben. Dies eröffnet Ausländern neben der Kooperation zwischen Hongkong und Schanghai eine weitere Möglichkeit, um auf dem chinesischen Festland zu investieren.
China eröffnet Ausländern neuen Zugang zum Aktienmarkt

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

China öffnet seinen weitgehend abgeschotteten Aktienmarkt weiter für ausländische Investoren. Die Börsen in Hongkong und dem südchinesischen Shenzhen können künftig kooperieren, wie das Kabinett in Peking nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag beschloss. Anlegern wird damit ermöglicht, jeweils an der anderen Börse gelistete Papiere zu handeln. Investoren können so über Hongkong auf dem chinesischen Festland investieren.

Eine ähnliche Kooperation war bereits vor zwei Jahren zwischen Hongkong und Chinas wichtigstem Börsenplatz Schanghai gestartet. Bis dahin waren Investitionen am Aktienmarkt nur in Ausnahmen für Ausländer möglich. Die Öffnung des Marktes in Schanghai wurde damals von Analysten als zentraler Schritt in der Liberalisierung von Chinas Finanzsystem gefeiert. Die asiatische Finanzmetropole Hongkong wird seit 1997 autonom als chinesische Sonderverwaltungsregion regiert.

Die Verbindung der Märkte in Hongkong und Shenzhen war schon früher erwartet worden, wurde aber nach Einschätzung von Beobachtern wegen der Börsenturbulenzen in China verschoben. Ein Start werde nun zu einem «angemessenen» Zeitpunkt in diesem Jahr erfolgen, zitierte Xinhua die chinesische Börsenaufsicht. Chinas Börsen waren Mitte 2015 um rund 40 Prozent eingebrochen, wobei Werte von über 5 Billionen US-Dollar vernichtet wurden.

Einem vom Wirtschaftsmagazin Caixin zitierten Beamten der China Securities Regulatory Commission zufolge wird die Zusammenarbeit der Börsen bis Ende Dezember in Kraft treten. Chinas Premierminister Li Keqiang sagte am Dienstag, dass die Börsen-Allianz ein neues Kapitel hinsichtlich der Öffnung der chinesischen Kapitalmärkte und der Regulierung der Marktprozesse darstelle. Sie werde die Zusammenarbeit zwischen Hongkong und dem chinesischen Festland sowie die Rolle Hongkongs als internationales Finanzzentrum stärken, berichtet Caixin.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Finanzen
Finanzen Target2 macht's möglich: Deutsche Netto-Auslandsvermögen in Gefahr

Die Target-Forderungen Deutschlands innerhalb der EU haben längst astronomische Höhen erreicht. Ökonomen hatten zuvor inständig davor...

DWN
Politik
Politik Drohung aus der EU: „Angriff auf Ukraine heißt: sofortiges Öl/Gasembargo“ gegen Russland

Ein hochrangiger deutscher EU-Vertreter droht Russland bei einem Angriff auf die Ukraine mit einem Gas-Embargo, einem Ausschluss aus dem...

DWN
Politik
Politik Drei Brennpunkte bedrohen den Frieden: Schickt der Westen nur Berater - oder seine Armeen?

In seinem meinungsstarken Artikel analysiert DWN-Kolumnist Roland Barazon die weltweite Sicherheitslage.

DWN
Finanzen
Finanzen Explosion der Immobilien-Preise: Mieten lohnt sich immer öfter als Kauf

In 51 von 75 Städten ist die finanzielle Belastung durch die Miete geringer als beim Kauf. Die Unterschiede sind vor allem in den...

DWN
Deutschland
Deutschland Ernste Lage: Versorgungsengpass bei Lebensmitteln und Rohstoffen droht

In zahlreichen Branchen innerhalb der deutschen Lieferkette droht ein Kollaps bei der Versorgung. „Dann sprechen wir nicht mehr bloß...

DWN
Politik
Politik EU-Direktorin für Impfstoff-Zulassung war Pharma-Lobbyistin – unter anderem für AstraZeneca

Die aktuelle Direktorin der Europäischen Arzneimittelagentur, die für die Impfstoffzulassung verantwortlich ist, war zuvor für den...

DWN
Deutschland
Deutschland Gesetzes-Verschärfung steht bevor: Regierung will deutschlandweite Ausgangsbeschränkungen - Bundestag dürfte zustimmen

Die Bundesregierung will mittel einer Gesetzesverschärfung die Einspruchmöglichkeiten der Länder brechen.

DWN
Finanzen
Finanzen Banken sprechen von "Verwahrentgelt": In Wahrheit handelt es sich um Strafzinsen

Immer mehr deutsche Banken und Sparkassen berechnen ihren Kunden Strafzinsen.