Sondersitzung: Russland fordert von Söldnern Einhaltung der Waffenruhe

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
USA  
Russland  
Syrien  
Waffenruhe  
UN  
 
Lesezeit: 1 min
16.09.2016 17:07
Russland fordert mit Blick auf die von den USA unterstützten Söldner eine Einhaltung der Waffenruhe in Syrien. Aus diesem Grund wird der UN-Sicherheitsrat am Freitagabend zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Die Waffenruhe droht zu scheitern – am Freitag kam es zu schweren Gefechten rund um Damaskus.
Sondersitzung: Russland fordert von Söldnern Einhaltung der Waffenruhe

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
USA  
Russland  
Syrien  
Waffenruhe  
UN  

Der UN-Sicherheitsrat kommt am Freitagabend (23.30 Uhr MESZ) zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, auf der über die gemeinsame Initiative der USA und Russlands zum Syrien-Konflikt beraten werden soll, berichtet Reuters. Die Sitzung werde unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten, kündigten Diplomaten im Vorfeld an.

Am Montag war eine 48-stündige Feuerpause in Kraft getreten, die am Mittwoch um zwei weitere Tage verlängert wurde. Eine in der vergangenen Woche getroffene Vereinbarung sieht vor, dass Washington und Moskau ihren Kampf gegen die Dschihadisten in Syrien koordinieren wollen, wenn die Feuerpause sieben Tage lang eingehalten wird.

Eine derartige militärische Koordination zwischen den USA und Russland wäre ein Novum. Russland will, dass die Vereinbarung durch den UN-Sicherheitsrat gedeckt wird. US-Außenminister John Kerry und sein russischer Kollege Sergej Lawrow wurden als Teilnehmer der Beratungen im Sicherheitsrat erwartet.

US-Präsident Barack Obama wollte am Freitag mit seinen wichtigsten Sicherheitsberatern, darunter Kerry und Verteidigungsminister Ashton Carter, über die aktuellen Entwicklungen in Syrien beraten. Die Waffenruhe führte in Syrien zu einem spürbaren Rückgang der Kampfhandlungen, wurde aber nicht konsequent eingehalten.  In den ersten 48 Stunden sei die Feuerpause 60 mal verletzt worden, berichtete die russische Agentur Interfax unter Berufung auf einen russischen General. Die meisten Angriffe gingen demnach von der islamistische Gruppe Ahrar al-Scham aus.

Russland ist nach eigenen Angaben zu einer Verlängerung der Waffenruhe in Syrien um weitere zwei Tage bereit. „Wir sind bereit, den Stopp der Kampfhandlungen um weitere 72 Stunden zu verlängern“, sagte General Viktor Posnichir am Freitag im russischen Fernsehen. Die Waffenruhe schien am Freitag aber brüchig zu sein - am Rande von Damaskus lieferten sich die Syrische Armee und Söldnertruppen schwere Gefechte.

Posnichir forderte die USA auf, „entscheidende Maßnahmen“ zu ergreifen, damit die Söldner die Feuerpause respektierten. Russland unterstützt im Syrien-Konflikt die Regierung in Damaskus, während die USA Söldnertruppen kontrollieren. Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Freitag, die Einigung auf eine Waffenruhe sei ein „bilaterales Abkommen“. Trotzdem halte sich aber „nur eine Seite“ umfassend an die Vereinbarungen, erklärte Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik DWN Eilmeldung: Anschlag auf Unterwasser-Pipeline in Syrien, Ölpest droht

In Syrien haben Unbekannte einen Anschlag auf eine Unterwasser-Pipeline begangen. Die Regierung in Damaskus versucht, den Schaden zu...

DWN
Finanzen
Finanzen In Dänemark zeigen sich die desaströsen Folgen der Negativzinsen

Nirgends gibt es negative Zinssätze schon eine so lange Zeit wie in Dänemark, wo sich nun die nachteiligen Auswirkungen zeigen.

DWN
Finanzen
Finanzen Großbrand hinter den Kulissen: 40 Prozent aller US-Firmen sind in die roten Zahlen gerutscht

40 Prozent aller börsennotierten Unternehmen in den USA haben in den vergangenen 12 Monaten Verluste erwirtschaftet. Einzig günstige...

DWN
Politik
Politik EU-Kommission will kleine Centmünzen abschaffen

Die EU-Kommission plant, die Ein- und Zwei-Centmünzen abzuschaffen.

DWN
Politik
Politik Epstein-Skandal: FBI will Prinz Andrew befragen, dieser taucht ab

In der Affäre um den Handel mit und die Prostitution minderjähriger Mädchen um den verstorbenen Jeffrey Epstein ist Prinz Andrew ins...

DWN
Technologie
Technologie „Kalte Enteignung“: Wie Anwohner unter Windkraft-Parks leiden

In Deutschland soll es rund 1000 Bürgerinitiativen gegen den Neubau von Windrädern geben - nicht ohne Grund: Betroffene berichten von...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Inflation: Ein deutsches Trauma wird zum machtpolitischen Instrument der Eliten

Das Verhältnis der Deutschen zur Geldwert-Stabilität ist neurotischer Natur. Das nutzen die wirtschaftlichen und politischen Eliten zu...

DWN
Finanzen
Finanzen Geldgeber geraten in Panik: Argentinien kann und will seine Schuldzinsen nicht mehr zahlen

In Argentinien bahnt sich keine zwei Jahre nach einer Milliarden-Schuldenspritze durch den IWF die nächste Krise an. Die Regierung will...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie sich der Osten der EU gegen den Euro stemmt

Die Zustimmung der Europäer zum Euro hat Rekordwerte erreicht. Die östlichen EU-Mitgliedsstaaten Polen, Tschechien und Ungarn bleiben...

DWN
Politik
Politik SPD muss Wert ihres Firmen-Imperiums deutlich nach unten korrigieren

Der Wert der Unternehmensbeteiligungen der SPD ist deutlich gesunken gesunken. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt zudem gegen...

DWN
Deutschland
Deutschland „Bullen jagen“: Linksradikale Demonstration in Leipzig eskaliert

Deutschlands Hauptstadt des Linksradikalismus macht wieder von sich reden.

DWN
Politik
Politik Bulgarien bereitet Ausweisung von russischen Diplomaten vor

Zwei russische Diplomaten, denen Spionage vorgeworfen wird, sollen aus Bulgarien ausgewiesen werden. Die US-Botschaft in Sofia unterstützt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Immer pessimistischer: Drucker rechnen 2020 mit weiteren Ertragsrückgängen

Die Druckindustrie kommt einfach nicht in Schwung: Die deutschen Manager gehen überwiegend davon aus, dass die Erträge im laufenden Jahr...

DWN
Deutschland
Deutschland Polnische LOT rettet den bankrottreifen Ferienflieger Condor

Der finanziell angeschlagene Ferienflieger Condor hatte noch bis Ende März Zeit, einen neuen Investor zu finden - ansonsten hätte ein...

celtra_fin_Interscroller