Griechenland: Arabische Investoren bauen Flüchtlingslager zu Luxusresort um

Investoren aus China und Abu Dhabi wollen auf dem Gelände eines illegalen Flüchtlingslagers ein Luxus-Ressort errichten. Der Verkauf ist Teil des von den Gläubigern geforderten Privatisierungsprogramms.

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Die Global Investment Group (GIG), bestehend aus der griechischen Lamda Development SA, der chinesischen Fosun International und der Gesellschaft Eagle Hills aus Abu Dhabi, plant den Bau einer der größten Hotelanlagen Europas im griechischen Hellinikon. Zu diesem Zweck sollen im kommenden Jahr rund 5oo Millionen Euro an Investitionskapital für das Projekt mobilisiert werden, berichtet Bloomberg.

Die GIG kaufte das Gebiet Hellinikon der griechischen Regierung im Jahr 2014 für etwa 915 Millionen Euro als Teil der von den Gläubigern geforderten Privatisierungsstrategie ab. Im Sommer 2017 sollen die ersten Bauarbeiten an dem Luxusresort beginnen. „Stellen Sie sich den Hyde Park an einer Küste mit über 300 Sonnentagen im Jahr und der Technologie des 21. Jahrhunderts vor“, bewirbt der Chef von Lamda das Projekt.

Auf dem Areal leben derzeit jedoch fast 2500 Flüchtlinge in einem illegalen Lager. Was mit ihnen geschieht ist derzeit offenbar noch nicht abzusehen.

Die griechische Regierung hat den internationalen Gläubigern versprochen, bis zum Jahr 2018 Privatisierungen im Umfang von rund 6,2 Milliarden Euro durchzuführen, um alle Gelder aus dem im Sommer 2015 verabschiedeten Kreditpaket zu erhalten. „Die Tatsache, dass der Verkauf eine umfangreiche Unterstützung großer Teile des griechischen Parlaments erhielt ist sehr positiv“, wirde der Lamda-Chef von Bloomberg zitiert. Insgesamt würden rund 70.000 neue Arbeitsplätze durch den Bau und Betrieb der Anlage entstehen.

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