Gemischtes

Vapiano: Franchise-Restaurant will an die Börse

Lesezeit: 1 min
28.11.2016 15:41
Laut einem Insider will das Franchise-Unternehmen Vapiano 2017 den Börsengang wagen. Der Konzern ist bekannt für frische Pizza und Pasta.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Restaurant-Kette Vapiano bereitet laut Finanzkreisen einen Börsengang in Frankfurt im kommenden Jahr vor. Das Unternehmen und seine Eigentümer seien bereits dabei, Investmentbanken auszuwählen, die sie an die Börse begleiten sollten, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Die 2002 gegründete Pasta- und Pizza-Kette, die zusammen mit Franchisenehmern inzwischen 175 Selbstbedienungs-Restaurants in 31 Ländern betreibt, könnte dabei einschließlich Schulden mit rund 600 Millionen Euro bewertet werden. Mit dem Erlös aus der Emission, der bei 200 Millionen Euro liegen könnte, soll die Expansion finanziert werden.

Vapiano und seine Gesellschafter wollten zu den Plänen auf Anfrage nicht äußern. Der seit Herbst 2015 amtierende Vapiano-Chef Jochen Halfmann sprach von „Gerüchten und Spekulationen aus der Branche“. Im vergangenen Jahr hatten Vorwürfe von ehemaligen Mitarbeitern um manipulierte Stundenzettel und verlängerte Haltbarkeitsdaten Schlagzeilen gemacht. Halfmann sprach damals von Einzelfällen. Er legte ein Programm auf, um die Wartezeiten für die Gäste zu verkürzen.

Größter Eigentümer ist seit 2011 die Vermögensverwaltung Mayfair der früheren Tchibo-Mitgesellschafter Günter und Daniela Herz, die 44 Prozent hält. Firmengründer Georg Gerlach gehören nach Unternehmensangaben noch 30 Prozent, dem Wella-Erben Hans-Jochen Sander 26 Prozent. Allein in Deutschland hat Vapiano 2015 mit 74 Restaurants 191 Millionen Euro umgesetzt, global lag der Umsatz fast beim Doppelten. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter. Im ersten Halbjahr 2016 sei der weltweite Umsatz um fast 15 Prozent gestiegen, erklärte Vapiano.

Insidern zufolge kalkuliert die Kette mit einem operativen Gewinn (Ebitda) von 30 bis 35 Millionen Euro. Vergleichbare Unternehmen wie Domino's Pizza („Joey's Pizza“) werden mit dem 20-fachen des Ebitda bewertet.


Mehr zum Thema:  

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Unternehmensnachfolge: Mittelstand in Not
12.06.2024

Keine Nachfolge im Betrieb: Damit stehen viele mittelständische Unternehmen in der nahen Zukunft vor dem Aus. Ein Viertel der Betriebe...

DWN
Finanzen
Finanzen Spesensätze 2024: Aktuelle Werte für Deutschland und Ausland
12.06.2024

Im Sommer 2024, wie in den Sommern zuvor, sind Dienstreisen auf ihrem Höhepunkt. Für alle, die beruflich viel unterwegs sind, sind Spesen...

DWN
Politik
Politik Milliardenfalle Bürgergeld: Staatsausgaben explodieren
12.06.2024

Das Bürgergeld wird für den Steuerzahler immer teurer: Die Zahl der Bürgergeldempfänger ist wieder angestiegen und damit auch die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft E-Autos aus China: EU-Kommission droht hohe Strafzölle an
12.06.2024

Preis- und Handelsstreit: Der Kampf um Absatzmärkte für E-Autos eskaliert weiter. Nach den USA könnte jetzt auch die EU Strafzölle auf...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Mehrfamilienhausbesitzer, WEGs & Unternehmer aufgepasst: Jetzt Zuschüsse für den Heizungsaustausch sichern!
12.06.2024

Profitieren Sie von den erweiterten Fördermöglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)! Eigentümer von Mehrfamilienhäusern,...

DWN
Politik
Politik Europäische Union: EU-Kommission legt umfassenden Plan zur Umsetzung der Asylreform vor
12.06.2024

Die EU-Kommission hat einen Umsetzungsplan für die Asylreform vorgelegt. Jetzt sind die Mitgliedstaaten gefragt: Sie müssen ebenfalls...

DWN
Panorama
Panorama Nahost-Konflikt: Hisbollah-Kommandeur im Libanon getötet - 200 Raketen auf Israel
12.06.2024

Der brandgefährliche Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah eskaliert weiter. Nach dem tödlichen Luftangriff Israels auf einen...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Wiederaufbaukonferenz: Schulze will Städtepartnerschaften mit der Ukraine ankurbeln
12.06.2024

Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat für den Wiederaufbau der Ukraine neue Finanzierungswege über den Bundeshaushalt hinaus...