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Indien: Notenbanker tauscht Bargeld illegal um

Lesezeit: 1 min
14.12.2016 01:06
In Zeiten der Bargeld-Rationierung gelten offenbar für einigen Notenbanker in Indien andere Regeln als für die normalen Bürger.
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Ein Mitarbeiter der indischen Notenbank soll mitten in der Bargeld-Krise des Landes wertlos gewordene Geldscheine illegal umgetauscht haben. Dem Mann werde vorgeworfen, alte 500er- und 1000er-Scheine im Gesamtwert von rund 15 Millionen Rupien (210.000 Euro) in neue 100-Rupien-Scheine umgetauscht zu haben, sagte ein Ermittler der indischen Bundespolizei CBI am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Der Mann habe außerdem 16 Millionen Rupien in neuen Scheinen gehortet.

Dem Ermittler zufolge arbeitete der Notenbank-Mitarbeiter mit einem Angestellten einer staatlichen Bank zusammen, um den Umtausch ohne die vorgeschriebene Dokumentation zu vollziehen. Festgenommen wurde er im südindischen Bangalore. Dort wurden den Angaben zufolge noch mehrere Mittelsmänner festgenommen. Außerdem wurden Ermittlungen gegen mehrere Angestellte öffentlicher und privater Banken eingeleitet. Die Notenbank teilte mit, ihr Mitarbeiter sei vom Dienst suspendiert worden.

Die indische Regierung hatte Anfang November überraschend die alten 500- und 1000-Rupien Scheine mit sofortiger Geltung für ungültig erklärt. Sie können zwar auf Konten eingezahlt sowie in neue 500- oder 2000-Rupien-Scheine umgetauscht werden. Allerdings führte dies in den vergangenen Wochen zu weitreichenden Bargeld-Engpässen. Vor Bankfilialen und Geldautomaten bildeten sich lange Schlangen. Ministerpräsident Narendra Modi begründete den Austausch der Banknoten vor allem mit dem Kampf gegen Korruption.

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