Philippinen: Präsident Duterte begrüßt Russland als Schutz-Macht

Der philippinische Präsident hat die russische Marine euphorisch begrüßt und bittet Moskau um eine Partnerschaft.

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Der philippinische Präsident Duterte spricht mit der russischen Delegation. (Screenshot)

Der philippinische Präsident Duterte spricht mit der russischen Delegation. (Screenshot: Presidential Communications)

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte sagte am Freitag bei dem Besuch eines russischen Kriegsschiffes in Manila, er strebe engere Beziehungen zu Russland an. Duterte hoffe auf die Freundschaft und den Schutz durch den Rivalen der USA, die bereits seit Jahren ein Bündnis mit den Philippinen haben, berichtet der englisch-sprachige Dienst von Reuters.

Diese Aussage Dutertes erfolgten einen Tag, nachdem der russische Botschafter sich geäußert hatte, die Beziehungen zu dem Inselstaat zu intensivieren. Sein Land sei daher dazu bereit, die Philippinen mit hochentwickelten Waffen zu beliefern, so der Botschafter.

„Wir heißen unsere russischen Freunde willkommen – jederzeit, wenn Schiffe hier anlegen wollen, und aus jedem Grund: aus Spaß, um Vorräte aufzufüllen oder um uns Schutz als unsere Verbündete zu gewähren“, sagte Duterte im Beisein des Konteradmirals Eduad Mikhailov, Befehlshaber der russischen Pazifik-Flotte.

Russland wolle mit den Philippinen Übungen abhalten, um den Terrorismus und Piraterie zu bekämpfen, so Admiral Mikhailov.

Duterte stellte bereits früher die künftigen Beziehungen zwischen den Philippinen und den USA mit Wutausbrüchen gegen die frühere US-Kolonialmacht in Frage: Indem er Anstrengungen unternahm, die Beziehungen zu China und Russland zu verbessern, verletzte er das militärische Bündnis mit den USA.

Im April plant der Präsident, nach Moskau zu fahren. Der Besuch der russischen Kriegsschiffe war der erste offizielle Marine-Kontakt zwischen den beiden Ländern.

Bereits im Dezember reisten der philippinische Außen- und Verteidigungsminister nach Russland, um einen Waffen-Deal auszuhandeln. Angestoßen wurden diese Verhandlungen durch die Aussage eines US-Senators, er wolle den Verkauf von 26.000 Sturmgewehren an die Philippinen stoppen. Man sorge sich in den USA über die steigende Anzahl der Todesopfer in Dutertes persönlichem Krieg gegen den Drogenhandel.

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