Sigmar Gabriel: Mit mehr Schulden den Zerfall der EU verhindern

Vizekanzler Sigmar Gabriel hält das Ende der EU für möglich und will daher höhere Defizite in den Staatshaushalten.

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Vizekanzler Sigmar Gabriel hat sich in einem Interview mit dem Spiegel sehr besorgt über den Zustand der EU gezeigt. Er wisse, wie es um die EU steht, es sei heute nicht mehr undenkbar, dass die Union auseinanderbricht. Daher will Gabriel Frankreich und Italien erlauben, höhere Defizite zu machen. Gabriel sagte dem Magazin, er habe Bundeskanzlerin Angela Merkel gefragt, was teurer für Deutschland sei – ein halber Prozentpunkt mehr Defizit in Frankreich oder der Sieg von Marine Le Pen. Er warte bis heute auf eine Antwort. Gabriel sagte, dass kommende Generationen die heutigen Politiker verfluchen würden, wenn die EU zerfällt. Denn Deutschland sei der größte Nutznießer der EU, politisch wie wirtschaftlich. Auf die Frage, ob es zielführend sei, mit einem Programm in den Wahlkampf zu ziehen, dass neue Transferzahlungen aus Deutschland in andere Staaten vorsieht, sagte Gabriel: Er wisse, dass dies extrem unpopulär sei. Er hält dies jedoch für notwendig, um die EU in ihrer aktuellen Form zu erhalten.

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