Analystin: Nur China kann den USA bei Technologie Paroli bieten

Die Analystin Mary Meeker erwartet eine rasche Konsolidierung bei den internationalen Technologie-Unternehmen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

+++Werbung+++

Die Technologie-Analystin Mary Meeker erwartet in ihrem Internet-Report 2017 für Kleiner Perkins, dass künftig wenige große Technologieunternehmen die Weltwirtschaft dominieren werden – die meisten davon aus den USA und China. Den Nährboden für diese Entwicklung stelle die digitale Revolution dar, also jene weitreichenden Innovationen, die in den vergangenen Jahren im Bereich der digitalen Technologien entstanden sind.

Schon heute stammen sieben der zehn größten Unternehmen nach Marktkapitalisierung weltweit aus der Technologiebranche –  die US-Firmen Apple, Alphabet, Microsoft, Amazon, Facebook sowie ihre chinesischen Konkurrenten Tencent und Alibaba.

Diese bilden die Avantgarde der künftigen Super-Unternehmen, welche schrittweise damit beginnen werden, in andere Branchen zu expandieren. Meeker schätzt, dass die Gesundheitsbranche kurz davorsteht, vom digitalen Fortschritt umgekrempelt zu werden. Dabei würden sich auch für Quereinsteiger Chancen bieten, bestimmte Nischen zu besetzen.

Das Hauptthema der kommenden Jahre werde jedoch eine beträchtliche Konzentration wirtschaftlicher Macht sein, die faktische Entstehung eines neuen, global aufgestellten Oligopols, glaubt Meeker. „85 Prozent aller Online-Werbungen entfielen vergangenes Jahr auf Google und Facebook – 2015 waren es noch 76 Prozent. Meeker schätzt, dass Spotify sich jetzt rund 20 Prozent aller weltweiten Musikeinnahmen gesichert hat und Netflix rund 30 Prozent aller Einnahmen in den USA im Bereich der Filmindustrie“, schreibt die Financial Times.

Neben den USA seien insbesondere China und Indien gut auf die Zukunft vorbereitet, sagt Meeker. China verfügt mit Tencent und Alibaba bereits über zwei große Technologiekonzerne von internationaler Reichweite. Zudem kaufen die Chinesen im Zuge von Übernahmen und Fusionen im Ausland viele wichtige Kenntnisse ein. Für einen Erfolg Indiens spräche die die relativ hohe Verbreitung der Internetanbindung sowie das Identifikationssystem Aadhaar. Beide Faktoren würden die Entstehung neuer Firmen sowie Direktinvestitionen aus dem Ausland begünstigen.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***