US-Koalition schießt Drohne über Syrien ab

Die US-Koalition hat eine Drohne über Syrien abgeschossen. Die Herkunft ist unklar.

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US-Verteidigungsminister James Mattis (l) und der Vorsitzende des Vereinigten Generalstabs der Streitkräfte der Vereinigten Staaten, Joseph Dunford, sprechen am 19.05.2017 im Pentagon in Washington. (Foto: dpa)

US-Verteidigungsminister James Mattis (l) und der Vorsitzende des Vereinigten Generalstabs der Streitkräfte der Vereinigten Staaten, Joseph Dunford, sprechen am 19.05.2017 im Pentagon in Washington. (Foto: dpa)

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Die US-geführte Militärkoalition hat laut AFP im syrischen Luftraum erneut eine Drohne abgeschossen. Der unbemannte Flugkörper habe aus iranischer Produktion gestammt, teilte am Dienstag ein US-Regierungsmitarbeiter in Washington mit. Er habe Truppen gehört, die den syrischen Machthaber Baschar al-Assad im Bürgerkrieg unterstützten. Nähere Angaben dazu, wem die Drohne gehörte, machte der Regierungsmitarbeiter nicht.

Die Drohne vom Typ Schahed 129 wurde den Angaben zufolge im Süden Syriens nahe der jordanischen Grenze von einer F-15-Maschine der US-Luftwaffe abgeschossen. Der Flugkörper habe Einheiten der Koalition am Boden bedroht. Die Drohne sei in Richtung dieser Truppen unterwegs gewesen, um Munition auf sie abzuwerfen.

Es handelte sich bereits um den zweiten Vorfall dieser Art innerhalb von zwei Wochen. Anfang Juni hatte ein US-Kampfflugzeug ebenfalls in Südsyrien eine Drohne abgeschossen. Auch damals machte die Militärkoalition keine näheren Angaben dazu, wem der Flugkörper gehörte.

In den vergangenen Tagen hatte der Abschuss eines Kampfjets der syrischen Regierungstruppen durch die US-Luftwaffe die Spannungen zwischen Moskau und Washington verschärft. Russland ist in dem Konflikt der wichtigste Verbündete Assads. Auch eine Anfang Juni abgeschossene Drohne gehörte allerdings laut den Angaben der Koalition nicht der syrischen Regierungsarmee, sondern verbündeten Kräften. Ob der Abschuss mit den Russen koordiniert wurde ist nicht bekannt. Eine Stellungnahme des Kreml zu dem Vorfall liegt nicht vor. Kreml-Sprecher Dimitri Peskow hatte zuvor laut TASS erklärt, dass die Entwicklung bei der US-Koalition „Anlass zu Sorge“ gäbe. Ob sich die neuen Aktionen auf das das Verhältnis zwischen Russland und den USA auswirken wollte Peskow nicht kommentieren.

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