Daimler steigert Gewinn im zweiten Quartal

Der deutsche Automobilkonzern Daimler konnte seinen Nettogewinn im zweiten Quartal steigern.

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Der Aufsichtsratsvorsitzende der Daimler AG, Manfred Bischoff (l), und der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dieter Zetsche. (Foto: dpa)

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Daimler AG, Manfred Bischoff (l), und der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dieter Zetsche. (Foto: dpa)

Der deutsche Automobilkonzern Daimler hat im zweiten Quartal einen Rekordumsatz erzielt, berichtet AFP. Der Konzern erwirtschaftete von April bis Juni einen Umsatz von 41,2 Milliarden Euro und lag damit sieben Prozent über dem Vorjahresquartal, wie Daimler am Mittwoch mitteilte. Im zurückliegenden Quartal verkaufte Daimler weltweit 822.500 Pkw und Nutzfahrzeuge. Das ist ein Plus von acht Prozent und entspricht ebenfalls einem Bestwert beim Absatz. Das Konzernergebnis verbesserte sich leicht um etwa 2 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) schnellte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Allerdings war der operative Gewinn vor Jahresfrist niedrig ausgefallen, da Kosten für den Austausch von Airbags und andere Sonderfaktoren belastet hatten.

Die Zahlen blieben damit leicht hinter den Markterwartungen zurück: Von Reuters befragte Analysten hatten ein unbereinigtes Ebit von 3,8 Milliarden Euro sowie einen Nettogewinn von 2,53 Milliarden Euro vorausgesagt. Schließlich war der Pkw-Absatz der Marke mit dem Stern weiter kräftig gewachsen – um neun Prozent im abgelaufenen Quartal auf fast 600.000 Fahrzeuge. Die Rendite lag etwas über zehn Prozent. Im Nutzfahrzeuggeschäft verkaufte Daimler acht Prozent mehr Lkws, nachdem der Absatz im Auftaktquartal noch geschrumpft war. Hier hob der Konzern die Absatz- und Gewinnprognose an. Das operative Ergebnis soll nun das Vorjahresniveau erreichen statt darunter zu liegen.

Daimler verteidigte im zweiten Quartal seine Position als größter Premiumhersteller weltweit vor BMW. Doch der Erfolg wird von Dieselbetrugs- und Kartellvorwürfen überschattet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, ob bei Mercedes-Benz die Abgasreinigung ähnlich wie bei Volkswagen manipuliert wurde. Zudem prüft die EU-Kommission, ob Daimler mit den anderen deutschen Herstellern Volkswagen und BMW seit den 90er Jahren im großen Stil illegale Absprachen zu Technik, Lieferanten und Märkten traf. Einem Insider zufolge hatte Daimler noch vor VW den Kartellverdacht gegenüber den Behörden gebeichtet. So könnte der Autobauer aus Stuttgart als Kronzeuge straffrei ausgehen.

Daimler sieht sich dennoch gut gewappnet für weiteres Wachstum. Finanzchef Bodo Uebber kündigte an, die Ausgaben für Investitionen sowie für Forschung und Entwicklung in diesem und im kommenden Jahr nochmals deutlich zu erhöhen. „Die für diesen Wachstumskurs nötige Finanzkraft haben wir“, erklärte er.

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