Russland-Connection: Danske Bank unter Geldwäsche-Verdacht

Die französische Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe gegen die größte dänischen Bank.

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Der Hauptsitz der dänischen Zentralbank in Kopenhagen. Die Bank soll in einen Geldwäsche-Skandal verwickelt sein. (Foto: dpa)

Der Hauptsitz der dänischen Zentralbank in Kopenhagen. (Foto: dpa)

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Das französische Tribunal de Grande Instance de Paris wirft der dänischen Danske Bank vor, einem russischen Geldwäsche-Ring geholfen zu haben, berichtet der EUObserver. Der Anwaltschaft zufolge soll die Niederlassung der Danske Bank in Estland dazu beigetragen haben, dass rund 15 Millionen Euro an unversteuertem Geld zwischen 2008 und 2011 von Russland nach Frankreich geschleust werden konnten.

Dabei habe die Bank eine „organisatorische“ Rolle gespielt und das Geld durch „vielfältige Transaktionen ohne wirtschaftliche Legitimation“ weitergeleitet, um das Ziel des Kapitalstromes geheim zu halten und selbst davon zu profitieren.

Angaben der Zeitung Berlingske zufolge soll das Geld von der estnischen Niederlassung zu einer russischen Firma in Belize transferiert und anschließend von dort zu einer französischen Firma unter russischer Leitung geleitet worden sein. Für das Geld hätten die Beteiligten in Frankreich dann Immobilien, Kunstwerke und Jachten gekauft.

Insgesamt beträgt der Umfang des unversteuerten russischen Geldes 194 Millionen Euro. Davon sollen unter anderem auch 33 Millionen nach Deutschland, insgesamt 28 Millionen nach Frankreich und 26 Millionen nach Zypern transferiert worden sein. Dem EUObserver zufolge könnten die Ermittlungen zu einer Strafe für die Danske Bank führen.

Im September musste die estnische Niederlassung der Danske Bank bereits zugeben, dass sie Teil eines aserbaidschanischen Geldwäsche-Ringes war.

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