Google baut in Toronto die intelligente Stadt

„Smart City“ – Googles Muttergesellschaft erstellt in Toronto ein ganzes High-Tech-Viertel .

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Entwurf der vernetzten Stadt. (Illustration: Sidewalk Toronto)

Entwurf der vernetzten Stadt. (Illustration: Sidewalk Toronto)

Vorerst sollen 12 Hektar am Rande von Toronto ausgebaut werden. (Foto: Sidewalk Toronto)

Vorerst sollen 12 Hektar am Rande von Toronto ausgebaut werden. (Foto: Sidewalk Toronto)

Die US-amerikanische Alphabet-Holding ist die Mutter der weltweit bekannten Google-Suchmaschine. Doch der Alphabet-Konzern hat neben Google Inc. noch weitere ertragreiche Unternehmen wie beispielsweise Waymo, das die Entwicklung der selbstfahrenden Autos (Google Driverless Car) fortsetzt, oder das Biotech-Unternehmen Calico.

Nun beschreitet der Tech-Konzern Alphabet in Kanada neue Wege – mit der Planung eines ganz neuen, futuristischen Stadtteils in Toronto. Dafür wurde von Alphabet die Konzernsparte Sidewalk-Labs gegründet. In Kooperation mit der Stadt Toronto wird daraus ein gemeinsames Unternehmen, genannt Sidewalk Toronto.

Die Sidewalk Labs verstehen sich als Projekt, das neue Technologie verwendet, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und die Lebensqualität in den Städten zu verbessern. Die digitale Infrastruktur und Energie-Effizienz spielen in diesem Zukunftsprojekt eine große Rolle. Auf knapp 200 Seiten hat Sidewalk Labs seine Vision beschrieben. Es sollen nur wenige Autos auf den Straßen unterwegs sein – und wenn, dann nur autonom fahrende. Gefördert werden öffentliche Verkehrsmittel und Taxibots – also selbstfahrend Taxen. Der Privatverkehr dagegen wird eingeschränkt. Die Roboterautos werden von der Alphabet-Tochter Waymo entwickelt.

Konkret wird es in Toronto vorab mit einem 50.000 Quadratmeter großen Gelände. Nicht ausgeschlossen ist, dass noch ein weiteres, großes Areal hinzukommt. Das neu geplante Stadtviertel in Toronto mit dem Namen Quayside liegt direkt am Hafen. Der Fokus soll auf wegweisender Zukunftsfähigkeit, Bezahlbarkeit, Mobilität und wirtschaftlichen Chancen liegen. In etwa ein Drittel der künftigen Wohnungen sollen sozial Schwache einziehen.

„Technologie ist ein großer Teil des Masterplans“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Sidewalk Labs, Dan Doctoroff, auf einer Pressekonferenz Mitte Oktober. „Das wird kein Ort sein, wo wir Technologie um ihrer selbst willen einsetzen. Sondern wir nutzen neu entstehende, digitale Instrumente und das neueste, städtebauliche Design, um die großen urbanen Herausforderungen zu lösen. Und wir hoffen, Metropolen auf der ganzen Welt zu inspirieren“.

Offenbar hat Sidewalk Labs für die erste Projektphase 50 Millionen US-Dollar bereitgestellt, obwohl die Entwicklung des 12 Hektar großen Areals voraussichtlich mindestens 1 Milliarde US-Dollar kosten wird. Das geplante, futuristische Quaiside-Viertel befindet sich in einem primär öffentlich, etwa 800 Hektar großen Gebiet namens Port Lands, einem der größten, unterentwickelten städtischen Grundstücke Nordamerikas. Waterfront Toronto will hier eine Infrastruktur aufbauen, die mit Hilfe einer jüngsten Investition von 996 Millionen US-Dollar durch die lokale als auch nationale Regierung vor Überschwemmungen schützt.

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