Bahn stellt Verkehr in NRW und Rheinland-Pfalz ein

Wegen eines schweren heranziehenden Sturms hat die Bahn den Betrieb in Nordrhein-Westfalen eingestellt. Zudem wurden Schulen in mehreren Städten geschlossen.

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Ein durch den Sturm Friederike umgestürzter Baum in Amsterdam am 18.01.2018. (Foto: dpa)

Ein umgestürzter Baum in Amsterdam am 18.01.2018. (Foto: dpa)

Wegen des Sturmtiefs „Friederike“ hat die Bahn den Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen komplett gestoppt. „In NRW ist ab sofort bis auf Weiteres der Zugverkehr eingestellt“, teilte DB Regio am Donnerstagvormittag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit, wie AFP berichtet. Zuvor hatte die Bahn von einzelnen Strecken im Westen Nordrhein-Westfalens erste umgestürzte Bäume auf den Gleisen gemeldet. Auch in Rheinland-Pfalz wurde der Regional- und Fernverkehr vorübergehend eingestellt.

Wegen der befürchteten Auswirkungen des Sturmtiefs ist am Donnerstag in mehreren Bundesländern vielerorts die Schule ausgefallen. Im nordrhein-westfälischen Recklinghausen wurden wie in anderen Städten des Bundeslandes am Morgen Schüler nach der zweiten Unterrichtsstunde nach Hause geschickt, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Der Landkreis Goslar in Niedersachsen ordnete für den Oberharz den Ausfall des Unterrichts für alle Schulen im Bereich der Städte Braunlage und Clausthal-Zellerfeld sowie die Einstellung der Schülerbeförderung an.

In Oberfranken ordnete die Regierung einen frühzeitigen Schulschluss an. Alle staatlichen und kommunalen Schulen in dem Regierungsbezirk sollen den Unterricht am Mittag beenden, wie in Bayreuth entschieden wurde. Schüler, die am Nachmittag keine Betreuung haben, können demnach aber in ihren Schulen weiter beaufsichtigt werden.

Derweil mussten im Zusammenhang mit „Friederike“ am Flughafen München 17 Starts und Landungen abgesagt werden. Es handle sich um innerdeutsche Flüge der Lufthansa und Flüge der niederländischen KLM, sagte ein Flughafensprecher.

An den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn lief der Flugbetrieb nach Betreiberangaben zunächst ohne Einschränkungen. Allerdings seien insgesamt elf Flüge aus anderen Regionen vorsorglich annulliert worden, etwa aus München und Amsterdam. Zwei Langstreckenflüge von Köln/Bonn wurden nach Auskunft eines Sprechers um etwa drei Stunden verschoben. Der Amsterdamer Flughafen Schiphol strich alle Flüge. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt lief der Betrieb dagegen störungsfrei, wie ein Sprecher der Betreibergesellschaft Fraport erklärte.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für NRW, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen eine Unwetterwarnung herausgegeben. Wegen der nassen Böden nach den starken Regenfällen der vergangenen Wochen wurde vor umstürzenden Bäumen gewarnt.