Bundesbank: Können noch genug deutsche Anleihen kaufen

Die Bundesbank hat Spekulationen zurückgewiesen, ihr könnten deutsche Staatsanleihen ausgehen, die sie aufkaufen kann.

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Die Bundesbank hat Bedenken zurückgewiesen, sie könne mit ihren Käufen von Bundesanleihen im Rahmen des umstrittenen EZB-Programms womöglich bald an Grenzen stoßen. Die deutsche Notenbank sehe „keinerlei operative Hürden“ wie geplant bis zum Ende des Programms und im Rahmen der EZB-Vorgaben deutsche Staatsanleihen zu erwerben, sagte Vorstand Joachim Wuermeling am Dienstag auf einer Veranstaltung in Stuttgart laut Redetext. Das insgesamt auf 2,55 Billionen Euro angelegte Wertpapier-Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank soll noch bis mindestens Ende September laufen. Wuermeling ist bei der Bundesbank für das wichtige Ressort Märkte zuständig.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Stimmen gegeben, die Bundesbank könne womöglich bei den geforderten Käufen in Engpässe geraten. Grundgerüst des EZB-Kaufprogramms ist der sogenannte Kapitalschlüssel. Er sorgt dafür, dass mehr Titel von Staaten erworben werden, die der EZB mehr Eigenkapital zur Verfügung stellen. Der Anteil der auf ein Euro-Land entfallenden Käufe ist dabei auch ein Spiegel der jeweiligen Wirtschaftskraft. Die Bundesbank erwirbt daher besonders viele deutsche Schuldenpapiere.

In den vergangenen Monaten war jedoch zu beobachten, dass insbesondere italienische und französische Anleihen in größerem Umfang aufgekauft wurden, als es dem Kapitalschlüssel der Länder entspricht.