Finanzen

Deutsche Bank verkauft Standorte in Steueroasen

Lesezeit: 1 min
15.02.2018 17:18
Die Deutsche Bank verkauft ihre Standorte auf den Cayman Islands und den britischen Kanalinseln.
Deutsche Bank verkauft Standorte in Steueroasen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Deutsche Bank hat Tochtergesellschaften in sogenannten Steueroasen verkauft. Wie der Käufer, das auf den Bermudas ansässige Finanzinstitut N.T. Butterfield & Son, am Donnerstag mitteilte, geht es um das von der Deutschen Bank bislang für wohlhabende Privatkunden auf den Cayman-Inseln und den beiden Kanal-Inseln Jersey und Guernsey unterhalte Bank- und Wertpapierverwahrgeschäft. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die 120 betroffenen Mitarbeiter der Deutschen Bank will Butterfield großteils weiterbeschäftigen.

Das größte deutsche Geldhaus will sich schrittweise aus einem Teil von als Steueroasen geltenden Ländern zurückziehen. Bereits 2017 hatte die Bank einen Teil ihres Geschäfts mit sogenannten „Trusts“ an Butterfield verkauft - etwa 900 Trusts für rund 1.000 reiche Privatkunden, verwaltet auf den Cayman Inseln, auf Guernsey und Mauritius, in der Schweiz und dem Stadtstaat Singapur. Trusts sind nach angelsächsischem Recht erlaubte Firmenkonstruktionen, die oft eingesetzt werden, um große Vermögen zu verwalten und dabei Steuern zu sparen.

Butterfield ist seit mehr als einem halben Jahrhundert in Offshore-Steuergebieten wie den Caymans oder den Kanalinseln tätig. Auf diesen haben sich wegen der laxen Steuergesetze zahlreiche Vermögensverwalter, Hedgefonds, Banken und andere Spieler der Finanzwirtschaft angesiedelt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Bernegger analysiert: Droht uns die Inflation?

DWN-Kolumnist Michael Bernegger analysiert die konjunkturelle Lage.

DWN
Finanzen
Finanzen Mindeststeuer für Großkonzerne: Endlich Gerechtigkeit - oder eine PR-Aktion der US-Regierung, die Europa schadet?

DWN-Kolumnist Ronald Barazon analysiert die von den G7-Staaten beschlossene Mindeststeuer für Großkonzerne.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Am Nordpolarmeer: Russischer Bergbau-Konzern investiert Milliarden in riesiges Palladium-Projekt

Viel weiter nördlich geht es nicht: Der Bergbau-Konzern "Russian Platinum" plant auf der Taimyr-Halbinsel ein Mega-Projekt.

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschland braucht mehr Strom als berechnet – was bedeutet das?

Bei den bisherigen Annahmen, wie viel Strom das Land braucht, liegt man ordentlich daneben. Doch wie soll der erhöhte Strombedarf gedeckt...

DWN
Politik
Politik PARTEITAGS-TICKER: Grüne wählen Spitzenduo - doch Konflikte zwischen Parteispitze, Basis und Grüner Jugend drohen

Die Grünen setzen am heutigen Sonnabend ihren Bundesparteitag fort, auf dem Co-Parteichefin Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin...

DWN
Politik
DWN
Politik
Politik Putins Lästereien über Biden sind nur Show - er ist froh über die Annäherung an die USA

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Joe Biden in einem Interview auf NBC-News heftig kritisiert. Aber nur für die Galerie - denn in...

DWN
Deutschland
Deutschland Niedrigzinsen bieten einmalige Chance: Der Staat muss endlich den sozialen Wohnungsbau forcieren

Der Chefvolkswirt der "IKB Deutsche Industriebank", Klaus Bauknecht, liefert die Argumente - jetzt muss der Staat nachziehen, und endlich...