Frankreich: Gewerkschaften machen gegen Macron mobil

In Frankreich verschärfen die Gewerkschaften die Gangart gegen Präsident Macron.

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Der französische Präsident Emmanuel Macron am 24.01.2018 bei einer Podiumsdiskussion des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. Seine Reformen und die Gewerkschaften liegen im Konflikt. (Foto: dpa)

Der französische Präsident Emmanuel Macron am 24.01.2018 bei einer Podiumsdiskussion des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. (Foto: dpa)

Aus Protest gegen die Politik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron streiken am Donnerstag Beschäftigte der Eisenbahn und des öffentlichen Dienstes. Es ist der Startschuss zu einer wichtigen Kraftprobe um die umstrittene Bahn-Reform der Pariser Regierung. Im Zugverkehr werden erhebliche Störungen erwartet, 60 Prozent der TGV-Fernzüge dürften ausfallen. Weil auch Fluglotsen streiken, sollten Fluglinien einen Teil ihrer Verbindungen streichen. An den beiden wichtigen Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly fallen 30 Prozent der Flüge aus.

Bei der Bahn dürfte der Aktionstag ein erster Vorgeschmack auf eine ab Anfang April geplante größere Streikwelle sein – für diesen Donnerstag hat nämlich nur ein Teil der Eisenbahner-Gewerkschaften dazu aufgerufen, die Arbeit völlig niederzulegen. Ziel sei es laut den Geerkschaften demnach, den von der Regierung angekündigten Umbau des staatlichen Bahnbetreibers SNCF zu stoppen. Unter anderem sollen neueingestellte Mitarbeiter künftig nicht mehr in den Genuss des vorteilhaften Eisenbahner-Status kommen, der etwa Sonderregelungen bei der Rente mit sich bringt.

Auch im öffentlichen Dienst richten die Streiks sich gegen Pläne der Regierung, die in den kommenden Jahren 120.000 Stellen abbauen will. Von den Protesten könnten etwa Schulen und Krankenhäuser betroffen sein.