China und Indien erhöhen Druck auf Opec-Kartell

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
China  
Rohöl  
Indien  
Erdöl  
OPEC  
 
Lesezeit: 1 min
18.06.2018 01:11
Die beiden großen Abnehmer China und Indien erwägen eine enge Zusammenarbeit, um die Macht des Ölkartells Opec zu brechen.
China und Indien erhöhen Druck auf Opec-Kartell

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
China  
Rohöl  
Indien  
Erdöl  
OPEC  

Die Regierungen von China und Indien erwägen eine enge Allianz auf dem Ölmarkt, um die Macht des Erdöl-Kartells Opec zu brechen. Im Gespräch seien beispielsweise gemeinsam ausgeschriebene Kauf-Aufträge für Rohöl, um eine stärkere Verhandlungsposition bei der Preisgestaltung gegen die Verkäufer der Opec zu erreichen. Auch werde erwogen, mehr Rohöl aus den USA zu importieren, um die Abhängigkeit vom Opec-Kartell zurückzufahren, berichtet oilprice.com.

„Angesichts der Tatsache, dass die Ölproduzenten der Opec mit den Preisen Achterbahn fahren, besprach Indien mit China die Möglichkeit, einen Club der Käufer zu bilden, um bessere Preise zu erzielen. Zudem könnten wir mehr US-Rohöl kaufen, um die Abhängigkeit vom Öl-Block zu vermindern“, schrieb das indische Erdölministerium am Mittwoch.

China und Indien, die beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Welt, gehören zu den wichtigsten globalen Käufern von Rohstoffen. Die indische Regierung hatte mehrfach auf die Risiken der gestiegenen Weltmarktpreise für Rohöl verwiesen. Zuletzt hatte der indische Petroleum-Minister Dharmendra Pradhan im Mai bei einem Gespräch mit Saudi-Arabiens Energieminister Khalid al-Falih auf die Notwendigkeit „stabiler und moderater“ Preise verwiesen.

Die Preise für Rohöl-Derivate wie Diesel und Benzin waren im Mai in Indien auf den höchsten Stand seit etwa 5 Jahren gestiegen. Dazu beigetragen hat nicht nur der Preisauftrieb – derzeit kostet ein Barrel Brent-Öl mit 75 Dollar deutlich mehr als vor einem Jahr (rund 45 Dollar) – sondern auch eine Abwertung der Rupie zum Dollar.

***

Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Bitte unterstützen Sie die Unabhängigkeit der DWN mit einem Abonnement:

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, werden Sie von uns benachrichtigt und können dann das Abo auswählen, dass am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Trumps Drohnen-Angriff auf Soleimani: Die ganze Wahrheit

DWN-Analyst Michael Bernegger zeigt die wahren Gründe auf, warum Präsident Donald Trump den iranischen General Qassem Soleimani töten...

DWN
Politik
Politik Zar Putin wird von demokratischen Erscheinungen geplagt

Russlands Präsident Wladimir Putin kündigte diese Woche mit einem großen Paukenschlag die Änderung der Verfassung an. Wieder einmal....

DWN
Finanzen
Finanzen Grundsteuer: 36 Millionen Häuser und Grundstücke müssen neu bewertet werden

Im Rahmen der Grundsteuer werden 36 Millionen Grundstücke und Häuser neu bewertet. Anschliessend wird die Steuer bei Vermietern auf die...

DWN
Finanzen
Finanzen Euro-Staaten verzeichnen Rekord-Nachfrage nach ihren Schuldtiteln

Nie zuvor haben die Staaten der Eurozone eine so große Nachfrage nach ihren Schuldtiteln verzeichnet wie in dieser Woche. Davon...

DWN
Politik
Politik USA schaffen Kredit-Vehikel, um Chinas finanzielle Dominanz in Asien zu brechen

Die rege Finanzierungstätigkeit der Chinesen wird in Washington mit Sorge beobachtet. Nun soll ein neues Kreditvehikel Staaten weltweit,...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutsche Banken erhöhen Strafzinsen

16 Banken haben zum Jahresbeginn Negativzinsen für Privatkunden eingeführt oder bestehende Strafzinsen erhöht.

DWN
Technologie
Technologie US-Verkehrsbehörde leitet Untersuchung gegen Tesla ein

Aufgrund mehrerer Unfälle, die offenbar durch ein Autopilot-System ausgelöst wurden, hat die US-Verkehrsbehörde eine Untersuchung gegen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Trotz positiver PR-News: Irritationen um den deutschen Schiffbau

Die deutschen Schiffbauer konzentrieren sich schon lange auf den Bau von Nischenprodukten wie Fähren und Luxusschiffe. Denn die Konkurrenz...

DWN
Politik
Politik Geopolitik: Im Iran kommt die Kurden-Karte ins Spiel

In den Kurden-Gebieten des Irans könnte es bald brodeln. Mehrere Anzeichen sprechen für diese These.

DWN
Politik
Politik Frankreich verlegt Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer

Frankreichs Präsident Macron hat die Entsendung eines Flugzeugträgers in das östliche Mittelmeer verkündet. Aus einer Übersicht geht...

DWN
Politik
Politik Pentagon veröffentlicht neues Strategiepapier zur Eindämmung Russlands auf Europas Energiemarkt

Aus einem Strategiepapier der Pentagon-Denkfabrik Rand geht hervor, wie Russlands Rolle auf dem europäischen Energiemarkt zurückgedrängt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen ÖBB schicken ersten batteriebetriebenen Zug in Europa auf die Gleise

Die Österreichischen Bahnen (ÖBB) wagen sich als erste in Europa auf das Terrain der batteriebetriebenen Züge vor. Mit dabei ist auch...

DWN
Finanzen
Finanzen Weltgrößter Hedgefonds erwartet neue Rekorde beim Goldpreis

Vor dem aktuellen Hintergrund könnte der Goldpreis bis Ende des Jahres um 30 Prozent steigen, sagt Greg Jensen, Chief Investment Officer...

DWN
Finanzen
Finanzen USA setzen Schweiz auf Watchlist wegen Manipulation des Franken

Die USA haben die Schweiz auf eine Beobachtungsliste von Staaten gesetzt, die sie der Währungsmanipulation beschuldigen, und fordern von...

celtra_fin_Interscroller