China und Indien erhöhen Druck auf Opec-Kartell

Die beiden großen Abnehmer China und Indien erwägen eine enge Zusammenarbeit, um die Macht des Ölkartells Opec zu brechen.

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Der indische Premierminister Narendra Modi mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping. (Foto: dpa)

Der indische Premierminister Narendra Modi mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping. (Foto: dpa)

Die Regierungen von China und Indien erwägen eine enge Allianz auf dem Ölmarkt, um die Macht des Erdöl-Kartells Opec zu brechen. Im Gespräch seien beispielsweise gemeinsam ausgeschriebene Kauf-Aufträge für Rohöl, um eine stärkere Verhandlungsposition bei der Preisgestaltung gegen die Verkäufer der Opec zu erreichen. Auch werde erwogen, mehr Rohöl aus den USA zu importieren, um die Abhängigkeit vom Opec-Kartell zurückzufahren, berichtet oilprice.com.

„Angesichts der Tatsache, dass die Ölproduzenten der Opec mit den Preisen Achterbahn fahren, besprach Indien mit China die Möglichkeit, einen Club der Käufer zu bilden, um bessere Preise zu erzielen. Zudem könnten wir mehr US-Rohöl kaufen, um die Abhängigkeit vom Öl-Block zu vermindern“, schrieb das indische Erdölministerium am Mittwoch.

China und Indien, die beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Welt, gehören zu den wichtigsten globalen Käufern von Rohstoffen. Die indische Regierung hatte mehrfach auf die Risiken der gestiegenen Weltmarktpreise für Rohöl verwiesen. Zuletzt hatte der indische Petroleum-Minister Dharmendra Pradhan im Mai bei einem Gespräch mit Saudi-Arabiens Energieminister Khalid al-Falih auf die Notwendigkeit „stabiler und moderater“ Preise verwiesen.

Die Preise für Rohöl-Derivate wie Diesel und Benzin waren im Mai in Indien auf den höchsten Stand seit etwa 5 Jahren gestiegen. Dazu beigetragen hat nicht nur der Preisauftrieb – derzeit kostet ein Barrel Brent-Öl mit 75 Dollar deutlich mehr als vor einem Jahr (rund 45 Dollar) – sondern auch eine Abwertung der Rupie zum Dollar.

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