Razzien gegen Studenten und Militärs in der Türkei

In der Türkei wurden bei landesweiten Razzien 106 Personen festgenommen, die der Gülen-Bewegung angehören sollen.

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Am Montagmorgen haben türkische Anti-Terror-Einheiten in den Städten Elazığ merkezli İstanbul, Kocaeli, Mardin, Hatay, Eskişehir, Yalova und Malatya insgesamt 22 Personen festgenommen. Ihnen wird Mitgliedschaft in der Organisation des in den USA lebenden islamischen Predigers Fethullah Gülen vorgeworfen, berichtet Haber 7. Die türkische Regierung und die Oppositionsparteien werfen der Gülen-Bewegung vor, den Türkei-Putsch vom 15. Juli 2016 organisiert und ausgeführt zu haben.

Ebenfalls am Montag wurden 68 Soldaten verschiedenster Ränge, die den türkischen Landstreitkräften angehören, festgenommen, führt die Zeitung Bölge Gündem aus. Die Festnahmen erfolgten in 19 Städten. Bei den Verdächtigen soll es sich um sogenannte „Geheime Imame” der Gülen-Bewegung handeln, die die Vernetzung der Bewegung innerhalb des Militärs abgewickelt haben sollen.

Am Wochenende hatten türkische Anti-Terror-Einheiten an der Universität Mersin Razzien in zehn Studentenwohnungen durchgeführt. Dabei wurden 16 ausländische Studenten, die zum Bildungsnetzwerk der Gülen-Bewegung gehören sollen, festgenommen. Zehn der Studenten stammen aus Somalia, einer aus Syrien, drei aus Dschibuti und zwei aus Guinea. Sieben weitere ausländische Studenten sollen rechtzeitig geflohen sein und werden gesucht, so die Hürriyet.

In der Stadt Adana wurden im Verlauf einer Razzia gegen die Terror-Miliz ISIS 14 Verdächtige festgenommen, unter denen sich auch eine Frau befindet, so Haber 7. Sie sollen Terroranschläge vorbereitet haben. Bereits im Juni wurden nach Angaben der Zeitung Sözcü in Istanbul 51 Personen festgenommen, die der Terror-Miliz ISIS angehören sollen.