Politik

Milliarden-Deal: BMW kauft Batterie-Zellen aus China

Lesezeit: 1 min
09.07.2018 12:13
BMW hat einen Auftrag über vier Milliarden Euro an die chinesische CATL zum Bau von Batteriezellen vergeben.

Mehr zum Thema:  
Auto >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Auto  

Der Münchner Autohersteller BMW hat einen Auftrag über vier Milliarden Euro zur Lieferung von Batterie-Zellen an den chinesischen Hersteller CATL vergeben. Davon sollten Batterie-Zellen im Wert von 1,5 Milliarden Euro aus der in Erfurt geplanten neuen Batteriezellenfabrik kommen, sagte BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann am Montag in München vor Journalisten. 2,5 Milliarden Euro des langfristigen Vertrages seien für Batterie-Zellen aus China.

BMW sei damit der erste Kunde des neuen Werks in Thüringen. Ab 2021 sollten die Zellen für den BMW iNext aus Erfurt kommen, sagte Duesmann. BMW sei "ein bisschen stolz" darauf, dass sich sein Partner CATL für einen Standort in Deutschland entschieden habe. "Natürlich ist das ein starkes Bekenntnis zum Standort Deutschland, unserer Heimat." Durch die Ansiedlung gebe es auch einen Know-How-Zufluss. "Das Know-How ist in Europa bisher nicht da gewesen", sagte Duesmann.

Das BMW-Vorstandsmitglied kündigte an, dass sein Unternehmen sowohl CATL als auch seinen zweiten Batteriezell-Lieferanten SDI Samsung ab 2020 selbst direkt mit dem Rohstoff Kobalt beliefern werde. BMW kaufe das Kobalt ein und stelle es dann zur Verfügung. Woher BMW sein Kobalt beziehen werde, wollte Duesmann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Es werde aber nicht aus dem Kongo kommen; der Kobalt-Abbau ist dort wegen Kinderarbeit und miserabler Arbeitsbedingungen in der Kritik.

Mehr Nachrichten im Tech-Report der DWN.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Auto >

DWN
Finanzen
Finanzen Lagarde: „Höhepunkt der Inflation noch nicht erreicht“

EZB-Präsidentin Christine Lagarde sieht den Zenit der Inflation noch nicht überschritten. Die EZB plane daher weitere Zinserhöhungen. In...

DWN
Deutschland
Deutschland Studie: Deutsche Unternehmen verlagern ihr Geschäft zunehmend ins Ausland

Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird für Unternehmen immer unattraktiver, wie eine Studie belegt. Schon vor Anstieg der Energiepreise...

DWN
Deutschland
Deutschland Umfrage: Inflation und Energiekrise lösen Zukunftsängste aus

Steigende Preise für Lebensmittel und Energie führen zu Zukunftsängsten in der mittleren Generation. Nur 14 Prozent der Befragten hat...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschland und Katar schließen Gasabkommen ab

Das Emirat Katar und Deutschland haben sich nach langem Ringen auf ein Abkommen zur Lieferung von Flüssiggas geeinigt. Die Lieferungen...

DWN
Politik
Politik China: Regierung geht mit massiver Polizeipräsenz gegen Proteste vor

Chinas Staatsgewalt reagiert auf die größten Protestwelle seit Jahrzehnten mit einer Machtdemonstration. Die Demonstranten fordern seit...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Einigung zwischen Coca-Cola und Edeka im Preisstreit

Der Clinch zwischen Edeka und Coca-Cola zog sich über Monate hin. Nun gibt es nach langwierigen Verhandlungen zwischen beiden Parteien...

DWN
Deutschland
Deutschland Vernachlässigung von Wasserstraßen? Hamburg kritisiert Bundesregierung scharf

Die Bundesregierung kommt ihren Pflichten bei der Instandhaltung wichtiger Wasserstraßen nicht ausreichend nach, warnen Vertreter Hamburgs...

DWN
Politik
Politik Taiwan: Oppositionelle Kuomintang gewinnt Abstimmung über künftige China-Strategie

Wende in Taiwans China-Politik? Die oppositionelle Kuomintang hat eine Abstimmung über das Verhältnis zum Nachbarn gegen die Regierung...