Finanzen

Türkei sendet Schockwellen bis nach Asien

Lesezeit: 1 min
13.08.2018 08:37
Investoren ziehen Kapital aus Schwellenländern ab.
Türkei sendet Schockwellen bis nach Asien

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Währungskrise in der Türkei hat am Montag Wellen geschlagen bis nach Asien. Investoren zogen in großem Stil Gelder von den dortigen Börsen ab, weil sie vor allem in den asiatischen aufstrebenden Ländern Ansteckungsgefahren befürchteten. "Die Turbulenzen in der Türkei sind keine guten Nachrichten für Schwellenländer", sagte Andrew Kenningham, Chefökonom beim Researchhaus Capital Economics, der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Leitindex der Börse in Tokio rutschte um zwei Prozent ab auf 21.857 Zähler, der breiter gefasste japanische Topix-Index schloss 2,1 Prozent tiefer. Die Börsen in

China gaben je knapp ein Prozent nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ohne Japan ging um 1,5 Prozent zurück.

Vor allem am Devisenmarkt waren die Turbulenzen zu spüren, wie Händler sagten. Investoren  steckten ihr Geld vorwiegend in die Währungen Dollar, Schweizer Franken und Yen, die sie für sicherer hielten.

Die türkische Lira setzte ihre Talfahrt nach einer kurzen Erholungspause in Folge von Aussagen der türkischen Zentralbank fort. Am Morgen kostete ein Euro rund 7,76 Lira und ein Dollar rund 6,80 Lira. Der Euro wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Vor 12 Monaten lag der Kurs noch bei etwa 3,50 Lira beziehungsweise 3 Lira.

Die Zentralbank des Landes sicherte am Montag zu, "alle notwendigen Maßnahmen" zur Wahrung der Finanzstabilität zu ergreifen. Die Zentralbank werde Marktlage und Preisentwicklung "genau beobachten" und die türkischen Banken mit den nötigen liquiden Mitteln versorgen, erklärte die Bank am Montagmorgen angesichts des freien Falls der türkischen Währung.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Reale Gefahr: Wenn ein Cyber-Angriff auf unser Stromnetz stattfindet, bricht die Nahrungsmittelversorgung zusammen

Die Gefahr von Cyber-Angriffen auf das deutsche Stromnetz ist real. Sollte dies geschehen, würde unter anderem die gesamte...

DWN
Politik
Politik Nach Todesfällen in Norwegen: China fordert Streichung des Impfstoffs von Pfizer und BioNTec

China fordert, dass der Corona-Impfstoff von BioNTec/Pfizer weltweit gestrichen wird. Zuvor waren 23 Personen in Norwegen nach einer...

DWN
Politik
Politik Deutschlands EU-Ratspräsidentschaft ist zu Ende: Wie Angela Merkel viele Brände löschte - und einige Feuer neu entfachte

DWN-Kolumnist Ronald Barazon liefert einen - humorigen, aber höchst kompetenten - Rückblick blickt auf die sechsmonatige deutsche...

DWN
Deutschland
Deutschland Nicht länger ein sanfter Riese: Deutschland muss die EU geopolitisch anführen

Im zweiten Teil seiner Rezensionen von wichtigen Neuerscheinungen befasst sich der renommierte Wissenschaftler Helmut K. Anheier mit zwei...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin: Lohnt sich der Einstieg noch oder ist es zu spät?

Wer in Bitcoin investieren will, braucht aufgrund der extremen Kurssprünge starke Nerven. Wer dafür bereit ist, erfährt hier, wie in...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Der Corona-Lockdown wird bis zum Juni 2021 andauern

Die Bevölkerung und das deutsche Unternehmertum sollten sich nichts vormachen lassen. Der Lockdown wird in verschiedenen Intensitäten bis...

DWN
Technologie
Technologie Neue Gesichtserkennungs-Technologie kann politische Gesinnung der Bürger aufdecken

Einer neuen Gesichtserkennungs-Technologie zufolge soll es möglich sein, die politische Gesinnung einer Person zu entschlüsseln. Doch die...

DWN
Politik
Politik Will Angela Merkel den totalen Lockdown?

Die Politik diskutiert über eine weitere Verschärfung des Corona-Beschränkungen bis zum Sommer.

DWN
Politik
Politik Schwere Unruhen in Belgien: Mann stirbt nach Corona-Kontrolle in Polizeigewahrsam

Ein Mann, der gegen die Corona-Regeln verstoßen haben soll, wurde von der belgischen Polizei verhaftet. Wenig später starb er in...

DWN
Politik
Politik Spahn missbrauchte Fragerunde als Werbung für Laschet

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte auf dem digitalen CDU-Parteitag für NRW-Ministerpräsident Armin Laschet als neuen Parteichef...

DWN
Politik
Politik Biden gegen Putin: In der Ukraine wird es gewaltig krachen

Unter Joe Biden als US-Präsident wird der Ukraine-Konflikt eine neue Eskalationsstufe erreichen. Doch diesmal dürfte Washington gewillt...

DWN
Politik
Politik Sachsen sperrt „Quarantäne-Verweigerer“ künftig in alten Flüchtlingsheimen ein

Die sächsische Landesregierung wird sogenannte Quarantäne-Verweigerer künftig in speziellen Einrichtungen einsperren. Die Maßnahme wird...

DWN
Politik
Politik Merkel drängt auf landesweite Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Bei einem vorgezogenen Spitzentreffen kommende Woche sollen nach dem Willen der Bundesregierung bundesweit einheitliche Maßnahmen...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Direktorin Schnabel: „Die Inflation ist nicht tot“

EZB-Direktorin Isabel Schnabel bereitet die Öffentlichkeit auf deutlich steigende Preise vor.