Russland liefert erste S-300 Raketen nach Syrien

Lesezeit: 1 min
01.10.2018 22:52
Russland verstärkt seine Militärpräsenz in Syrien.
Russland liefert erste S-300 Raketen nach Syrien

Russland hat in der vergangenen Woche die ersten Flugabwehrsysteme S-300 nach Syrien geliefert und dafür die in Russland hergestellte Antonov An-124 Ruslan eingesetzt. Das berichtet die Times of Israel. Beobachter hätten die Maschine auf dem Weg von Russland nach Syrien gesehen, schreibt Yediot Ahronot. Die Antonow An-124 Ruslan, auch als Condor bekannt, gilt als größtes militärisches Transportflugzeug der Welt und ist das zweitgrößte Flugzeug der Welt.

Russland sagte, dass es am Freitag, trotz israelischer Proteste, mit der Lieferung des Luftverteidigungssystems S-300 an Syrien begonnen habe. Das erste Ruslan-Flugzeug wurde am Donnerstagabend bei der Hmeimim Air Base in der Nähe von Latakia in Syrien entdeckt, berichtet Ynet.

Das russische Verteidigungsministerium kündigte vergangene Woche außerdem an, dass es damit beginnen werde, Radaranlagen von Militärflugzeugen zu blockieren, die Ziele in Syrien vor der Küste des Mittelmeeres treffen. Sowohl Israel als auch die USA haben gegen die Entscheidung protestiert, Syrien mit der S-300 zu versorgen. Israel fühlt sich in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt, Angriffe gegen Ziele in Syrien zu fliegen.

Israel hat laut Times of Israel angekündigt, seine Operationen fortzusetzen. Israel hat in den vergangenen Jahren Hunderte von Angriffen gegen syrische und iranische Ziele in Syrien durchgeführt, wobei Kampfjets von der Luftverteidigung des Landes nahezu unbehelligt blieben - obwohl im Februar in Syrien eine F-16 von einer syrischen Flugabwehrrakete abgeschossen wurde. Die israelische Armee gab später an, der Abschuss sei das Ergebnis eines professionellen Fehlers der Piloten gewesen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte bei der UN-Vollversammlung in New York, Russland werde alles tun, um sein Militärpersonal in Syrien zu schützen.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik China baut Griechenland zum europäischen Brückenkopf der Neuen Seidenstraße auf

Chinas Staatschef Xi Jinping hat während seines Besuches weitere Investitionen in Griechenland angekündigt. Mithilfe der Chinesen stieg...

DWN
Politik
Politik „Die EU darf nicht gegen Amerikaner, Russen oder Chinesen sein. Sie muss mit allen zusammenarbeiten“

Ende Oktober fand in Verona - inzwischen zum zwölften Mal – das Eurasische Wirtschaftsforum statt. Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten...

DWN
Politik
Politik Bolivien: Morales flieht nach Mexiko, im Land brechen Unruhen aus

Der bolivianische Ex-Präsident Morales ist nach Mexiko ins Exil geflohen. Zuvor wurde er vom Militär unter dem Vorwand der Wahlfälschung...

DWN
Deutschland
Deutschland Gewerkschaft fordert nationalen Rettungsplan für die Windkraft-Branche

Angesichts des nahezu stagnierenden Neubaus von Anlagen sowie des massiven Stellenabbaus beim Betreiber Enercon werden Rufe nach einem...

DWN
Deutschland
Deutschland Heckler&Koch steht zum Verkauf: BND untersucht dubiose Interessenten

Der deutsche Waffenproduzent Heckler&Koch wird von Schulden bedrückt. Jetzt gibt es Meldungen, dass er verkauft werden soll. An wen, ist...

DWN
Technologie
Technologie Das Wohlstandsversprechen des Technologie-Zeitalters hat sich als Farce entpuppt

Zu Beginn des digitalen Zeitalters wurden Chancengleichheit und Wohlstand für alle propagiert. Davon ist heute nichts mehr zu erkennen,...

DWN
Politik
Politik Türkei: Gründer der White Helmets tot aufgefunden

Der ehemalige britische Offizier und Gründer der Zivilschutzorganisation White Helmets, James Le Mesurier, wurde in Istanbul tot...

DWN
Technologie
Technologie Experte: Rabatte auf Neuwagen werden steigen - Interessenten sollten Kauf also aufschieben

Im Oktober waren die Rabatte für Neuwagen rückläufig. Das heißt aber nicht, dass die Rabatte auch in den kommenden Monaten zurückgehen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bei Russlands Staatsbahn kriecht die Fracht im Schneckentempo über die Gleise

Die russische Staatsbahn RZD betreibt ein riesiges Netz, das sich über mehrere Zeitzonen erstreckt, und ist mit mehr als 700.000...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Nach Morales-Sturz: Lithium-Projekt mit Deutschland könnte wieder aufgenommen werden

Der gestürzte bolivianische Präsident Evo Morales hatte ein Projekt zur Verarbeitung von Lithium mit einem deutschen Unternehmen...

DWN
Finanzen
Finanzen ETFs stocken Goldbestände deutlich auf

Börsengehandelte Fonds haben im dritten Quartal ungewöhnlich viel Gold gekauft.

DWN
Politik
Politik EU-Staaten bauen ihre militärische Zusammenarbeit aus

Im Rahmen des Pesco-Programms bauen die EU-Staaten ihre militärische Zusammenarbeit mit 13 neuen Projekten weiter aus.

DWN
Politik
Politik Ungarn treibt strategische Allianz mit Russland und der Türkei voran

Ungarns Präsident Orbán baut die Beziehungen seines Landes zu Russland und zur Türkei deutlich aus. Ungarn hat mittlerweile als einziges...

DWN
Deutschland
Deutschland Gewalt gegen Schiedsrichter: Sportgericht sperrt fast komplette Mannschaft von Kreisligist

Ein Sportgericht hat fast die gesamte Mannschaft des Kreisligisten BV Altenessen II wegen einer Hetzjagd auf einen Schiedsrichter gesperrt....

celtra_fin_Interscroller