Politik

IBM kündigt Übernahme des Software-Spezialisten Red Hat an

Lesezeit: 1 min
28.10.2018 23:37
IBM wird mit der Übernahme der Weltmarktführer bei Hybrid-Cloud-Providern.
IBM kündigt Übernahme des Software-Spezialisten Red Hat an

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM hat sich einen großen Happen im globalen Cloud-Geschäft gesichert und die Übernahme des Softwarespezialisten Red Hat angekündigt. Beide Unternehmen hätten eine definitive Vereinbarung erreicht, nach der IBM alle Stammaktien von Red Hat für 190 Dollar je Anteilsschein in bar übernehme, teilten die Unternehmen am Sonntag mit. Dies ist ein 62-prozentiger Aufschlag auf den Schlusskurs vom Freitag. Damit werde Red Hat mit rund 34 Milliarden Dollar bewertet. Die Übernahme sei von den Geschäftsführungen beider Unternehmen gebilligt worden. Sie hänge aber von der Zustimmung der Red-Hat-Aktionäre ab. IBM rücke damit zur weltweiten Nummer 1 der Hybrid-Cloud-Anbieter auf. Der Konzern konkurriert im Bereich Cloud-Computing mit Unternehmen wie SAP und Oracle. Es wird erwartet, dass die Übernahme im zweiten Halbjahr 2019 abgeschlossen wird. IBM kündigte zugleich an, für die Übernahme sein in den Jahren 2020 und 2021 geplantes Aktienrückkaufprogramm auszusetzen.

Red Hat soll den Angaben zufolge als eigenständige Einheit innerhalb des Hybrid-Cloud-Teams von IBM arbeiten. Außerdem solle Red Hat weiterhin von Jim Whitehurst und seinem Management geleitet werden. Whitehurst werde zudem in die IBM-Führung integriert.

Red Hat ist vor allem durch sein Open-Source-Betriebssystem Linux bekannt, das mit Microsofts Windows konkurriert. Das Unternehmen hat das Prinzip der Open-Source-Software auch auf den Bereich Cloud Computing angewandt.

"Die Übernahme von Red Hat ändert alles in dem Spiel", sagte IBM-Chefin Ginni Rometty. "Es verändert alles im Cloud-Markt." IBM werde damit der weltgrößte Hybrid-Cloud-Anbieter und der einzige mit einer Open-Cloud-Lösung. Hybrid Clouds sind eine Mischform aus öffentlich, meist über das Internet zugänglichen Clouds wie sie auch von Google angeboten werden, und sogenannten Privat Clouds, die vor allem aus Gründen der Datensicherheit von Unternehmen für ihre IT-Dienste bevorzugt werden. Red-Hat-Chef Whitehurst verweist darauf, dass Open-Source-Lösungen, für die sein Unternehmen der Spezialist sei, die erste Wahl für moderne IT-Anwendungen darstellten. Indem Red Hat die Kräfte mit IBM bündele, werde der Einfluss von Open-Source-Lösungen bei der Digitalisierung deutlich verstärkt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Kredit-Nachfrage in Deutschland legt zu, aber Banken verschärfen Vergabe-Standards

Aus einer heute veröffentlichten Umfrage der Bundesbank geht hervor: Die deutschen Banken zeigen sich aufgrund des fragilen...

DWN
Politik
Politik CORONA-TICKER: Söder: Bundesweite Corona-Regeln müssen strenger sein als in Bayern

Zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie könnten nach Einschätzung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bundesweit noch...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Exporteure fürchten verstärkte Corona-Maßnahmen

Die deutschen Exporteure blicken mit Sorge in die Zukunft, wie das Ifo-Institut am Dienstag mitteilte. Denn wichtige Handelspartner drohen...

DWN
Deutschland
Deutschland Hauptstadtflughafen BER soll weitere Staatshilfen erhalten

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sieht weiteren Bedarf für staatliche Hilfen beim Hauptstadtflughafen BER. Der Flughafen eröffnet...

DWN
Deutschland
Deutschland Merkel plant landesweite Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Die Bundesregierung wird sich am Mittwoch bei den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder für schärfere Corona-Maßnahmen...

DWN
Finanzen
Finanzen Banken im Euro-Raum werden vorsichtiger bei Kreditvergabe

Zwar hat die Kreditvergabe an Firmen im Euro-Raum im September weiter kräftig zugelegt. Doch laut Daten der EZB müssen sich die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stimmung unter Headhuntern so gut wie lange nicht mehr: Ende der Krise in Sicht?

Die Stimmung unter den Headhuntern hat sich nach den Einbrüchen im Frühjahr durch den Lockdown merklich gebessert.

DWN
Marktbericht
Marktbericht Dax eröffnet am Dienstag mit Verlusten - schlechte Nachrichten aus China für BMW

Die deutsche Börse hat am Dienstag mit Rückgängen aufgemacht. Heute Nachmittag warten die Anleger auf wichtige Konjunkturdaten aus den...

DWN
Technologie
Technologie Enormes Wachstum: Plugin-Hybride boomen in Europa

In Europa wurden in den ersten drei Quartalen 316 Prozent mehr Plugin-Hybride zugelassen. In Deutschland ist das Wachstum sogar noch...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Unter Selbstkostenpreis: Ölpreis wird bis Jahresende nicht mehr steigen

Zahlreiche Faktoren drücken zurzeit auf die Rohöl-Preise. Bis zum Jahreswechsel wird sich daran Prognosen zufolge nichts ändern. 2021...

DWN
Finanzen
Finanzen Unkritischer Umgang der Analysten mit SAP lässt die Börse einbrechen

Das größte deutsche Börsen-Schwergewicht hat am heutigen Montag die Analysten mit einer Gewinnwarnung überrascht. Eigentlich hätten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Neuer 5-Jahres-Plan: Wird sich China von Deutschland abkoppeln?

Die Kommunistische Partei entwirft derzeit den neuen Fünf-Jahres-Plan. Demnach soll sich die chinesische Wirtschaft künftig stärker auf...

DWN
Deutschland
Deutschland Hälfte der Eltern macht den Kindern Vorlesen keinen Spaß

Laut einer aktuellen Studie liest knapp ein Drittel der Eltern in Deutschland den Kindern zu selten etwas vor. Sie sagen, dass sie keine...

DWN
Politik
Politik Erdogan zeigt niederländischen Rechtspopulisten Wilders an

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Strafanzeige gegen den niederländischen Politiker Geert Wilders gestellt. Grund seien...