USA: Ausnahmen für Iran-Sanktionen für Verbündete in Asien

Die USA gewähren ihren asiatischen Verbündeten Ausnahmen von den Sanktionen gegen den Iran.

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Der japanische Öltanker M. Star. (Foto: dpa)

Der japanische Öltanker M. Star. (Foto: dpa)

Die US-Regierung gewährt einem Medienbericht zufolge acht Staaten Ausnahmen von den erweiterten Iran-Sanktionen. Darunter seien Japan, Südkorea und Indien, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete. Sie dürften nach Inkrafttreten der zusätzlichen Strafmaßnahmen kommende Woche weiterhin Erdöl vom Iran kaufen. Wer sonst noch auf der Ausnahmeliste stehe, werde Außenminister Michael Pompeo offiziell vermutlich am Montag bekanntgegeben, hieß es aus Washington. Von Seiten des amerikanischen Außenministeriums hieß es, die USA wollten verhindern, dass vom iranischen Öl abhängige Freunde und Verbündete durch die Sanktionen Nachteile erleiden.

Experten gingen laut Bloomberg davon aus, dass auch China eine bestimmte Menge Öl aus dem Iran beziehen könne. Der türkische Energieminister Fatih Donmez erklärte, er habe Gerüchte gehört, dass auch sein Land von den Sanktionen befreit werde.

Experten gehen davon aus, dass die Ausnahmen nur vorübergehend gewährt werden. Die Nachrichten über die Ausnahmen drückten den Ölpreis leicht.

Nach Aussagen des iranischen Öl-Ministeriums gehen 60 Prozent der iranischen Öl-Exporte nach Asien, wobei China und Indien die beiden Haupt- sowie Südkorea und Japan zwei sehr große Abnehmer seien. Die übrigen 40 Prozent gehen nach Europa, einschließlich der Türkei.

US-Präsident Donald Trump will die Führung in Teheran mit den Sanktionen zu neuen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm zwingen. Das internationale Atomabkommen mit dem Iran hat er aufgekündigt.