Finanzen

China senkt Reserve-Anforderungen für Banken erneut

Lesezeit: 1 min
04.01.2019 17:22
Die chinesische Regierung hat die Mindestreserveanforderungen für die Großbanken des Landes erneut gesenkt.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

China steuert mit einer Reihe neuer Maßnahmen gegen eine sich abzeichnende Konjunkturabkühlung. Ministerpräsident Li Keqiang kündigte am Freitag nach einem Besuch bei Großbanken des Landes an, dass der Mindestreservesatz für Banken weiter gesenkt werde. Damit solle Instituten gezielt mehr Spielraum für die Kreditvergabe vor allem an kleinere Unternehmen gegeben werden. Zudem würden bestimmte Steuern und Abgaben gesenkt, erklärte Li laut der Internetseite der Pekinger Regierung.

Die chinesische Regierung hatte bereits 2018 angesichts des Handelsstreits mit den USA vier Mal den Mindestreservesatz der Banken gesenkt. Analysten erwarten in diesem Jahr ab dem laufenden Quartal drei bis vier weitere Kürzungen bei den Mindestreservesätzen, berichtet der englischsprachige Dienst von Reuters. Li werde zudem „antizyklische Anpassungen“ der Makropolitik beschleunigen.

Li gab die Neuerungen nach einem Treffen mit Beamten der Banken- und Versicherungsaufsichtsbehörde des Landes bekannt. Zuvor hatte er sich mit Vertretern der Bank of China, der Industrial and Commercial Bank of China und der China Construction Bank getroffen.

Neben den zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen der Zentralbank hat die Regierung auch die Ausgaben für die Infrastruktur hochgefahren, um die nachlassende Nachfrage und die Investitionsdynamik wieder anzukurbeln. Die Maßnahmen werden jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Zuletzt war bekanntgeworden, dass insbesondere die chinesischen Industrieunternehmen mit einer deutlichen Verschlechterung der Auftragslage rechnen. Eine Abschwächung der Nachfrage und Produktion in China wäre ein großes Problem für das Wachstum der Weltwirtschaft, weil das Land neben der Eurozone und den USA zu den drei wichtigsten Wirtschaftsräumen gehört.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Gaza: Deutschland verstärkt Hilfe mit 19 Millionen Euro
25.06.2024

Die humanitäre Situation in Gaza bleibt alarmierend. Während ihrer achten Reise nach Israel verkündete die deutsche Außenministerin...

DWN
Politik
Politik Ampel beschließt Bauern-Entlastungspaket nach Protesten
25.06.2024

Die Ampel-Koalition hat sich nach den massiven Bauernprotesten zu Jahresbeginn auf ein zugesagtes Bauern-Entlastungspaket geeinigt. SPD,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mythos Siemensstadt: Wie der Technologie-Konzern seine Immobilien vergolden möchte
25.06.2024

Der Bundeskanzler und der halbe Berliner Senat sind zum feierlichen Baubeginn für die neue Siemensstadt erschienen. Statt einen Grundstein...

DWN
Technologie
Technologie Heizung: Mehrheit der Wohnungen noch mit Gas oder Öl beheizt
25.06.2024

Im Jahr 2022 wurden drei Viertel aller Wohnungen in Deutschland weiterhin mit Gas oder Öl beheizt. Dies geht aus den ersten Ergebnissen...

DWN
Politik
Politik 6-Tage-Woche in Griechenland: Arbeiten die Deutschen zu wenig?
25.06.2024

Trotz Personalmangel wird in Deutschland die Vier-Tage-Woche getestet. In Griechenland passiert gerade das Gegenteil: Ein neues Gesetz zur...

DWN
Politik
Politik Von der Leyen: Einigung auf zweite Amtszeit an der Spitze der EU-Kommission
25.06.2024

Kurz vor einem wichtigen EU-Gipfel haben sich Staats- und Regierungschefs der führenden europäischen Parteienfamilien darauf...

DWN
Politik
Politik E-Patientenakte: Lauterbach setzt auf bessere Versorgung
25.06.2024

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach betont, dass ab Anfang nächsten Jahres elektronische Patientenakten (ePA) zu einer deutlichen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Energie der Zukunft: Power-to-X-Technologien auf dem Vormarsch
25.06.2024

Wie kann volatiler Strom dauerhaft gespeichert werden? Power-to-X-Technologien, kurz PtX oder P2X, sind eine der besten Antworten auf diese...