China: Deutliche Einbrüche im Markt für Smartphones

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
18.03.2019 17:35
Im Februar sind die Smartphone-Lieferungen nach China um 20 Prozent eingebrochen. Für Apple wird der chinesische Markt immer mehr zum Problem.
China: Deutliche Einbrüche im Markt für Smartphones

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Smartphone-Lieferungen nach China sind im Februar auf den niedrigsten Stand seit sechs Jahren gefallen. Vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden Wirtschaft verschieben die Verbraucher offenbar noch immer den Kauf mobiler Geräte.

Laut Angaben der China Academy of Informations- und Kommunikationstechnologie, einem staatlichen chinesischen Forschungsinstitut, sanken die Lieferungen auf den weltgrößten Markt für Smartphones auf 14,9 Millionen Einheiten.

Das sind 19,9 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor und es ist die niedrigste Liefermenge seit Februar 2013, als noch insgesamt 20,7 Millionen nach China geliefert worden waren, berichtet Reuters.

Zwar ist es nicht unüblich, dass die chinesischen Verbraucher im Februar weniger Einkäufe tätigen, da die Chinesen einen großen Teil des Monats mit ihrer Familie verbringen, um das chinesische Neujahrsfest zu feiern.

Doch in diesem Jahr fielen die nicht nur die Smartphone-Lieferungen stärker als üblich. Die Konjunktur hat sich insgesamt verlangsamt, was durch den Handelskrieg zwischen den USA und China noch verschärft wurde.

Anfang des Jahres hatte Apple bereits eine Verlangsamung beim iPhone-Umsatz auf dem chinesischen Markt für Smartphones als Grund dafür genannt, dass das US-Unternehmen seine Umsatzprognose für das Jahr reduzieren musste.

Um gegen den Umsatzrückgang vorzugehen, kooperiert Apple inzwischen mit dem chinesischen Finanz-Startup Ant Financials und mehreren Banken, um in dem Land erstmals zinslose iPhone-Finanzierungen anzubieten.

Seit Jahresbeginn hatten zudem mehrere führende chinesische Online-Einzelhändler die Preise für Apples iPhones mehrmals gesenkt.

Weil die Smartphone-Umsätze in China voraussichtlich schwach bleiben werden, verfolgen Unternehmen wie der chinesische Marktführer Huawei das Ziel, teurere Modelle auf den Markt zu bringen, mit denen sie höhere Margen erzielen können.

Im Jahr 2018 stieg der Marktanteil von Huawei im chinesischen Marktsegment für Geräte in der Preisspanne 500 bis 800 Dollar laut Counterpoint Research von 8,8 Prozent auf 26,6 Prozent.

Der Anteil von Apple hingegen verzeichnete in dieser Preisspanne eine Einbruch von 81,2 Prozent auf 54,6 Prozent, weil das Unternehmen Geräte für über 1.000 Dollar einführte, während die Konkurrenz mehr preiswertere Geräte verkaufte.


Mehr zum Thema:  

DWN
Marktbericht
Marktbericht Zukunft des Bankensystems ungewiss?

Unser Partner MTS Money Transfer System informiert

DWN
Politik
Politik US-Nationalgarde und New Yorker Polizei im Gespräch mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten

Im Gespräch mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten haben sich die Nationalgarde von Minnesota und das New York Police Department zu den...

DWN
Politik
Politik Trump will Antifa als Terror-Organisation einstufen

Die US-Regierung will die Antifa-Bewegung als Terrororganisation einstufen lassen. Zuvor hatte Trump gesagt, dass er besorgt sei über den...

DWN
Politik
Politik Neuer Rettungsplan: EU-Billionen kommen lediglich den Finanzmärkten zugute

Die EU weiß nicht mehr weiter. In Panik wirft sie mit den Milliarden einfach so um sich - die Lobbyisten bringen sich schon in Stellung,...

DWN
Deutschland
Deutschland Neue Regeln, härtere Strafen: Was sich jetzt für Autofahrer ändert

Autofahrer müssen sich seit dem 12. Mai auf strengere Regeln und härtere Strafen einstellen. Es gibt zahlreiche neue Vorschriften.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Wenn Altmaier nicht handelt, drohen zahlreiche Insolvenzen beim Mittelstand

Das Wirtschaftsministerium wollte dem Mittelstand mit Corona-Förderungen helfen. Doch das Vorhaben scheiterte bereits in der...

DWN
Politik
Politik Pharma-Industrie behinderte Pandemie-Forschung in der EU

Die Pharmaindustrie hat im Jahr 2017 die Pandemie-Forschung behindert.

DWN
Politik
Politik China und Iran solidarisieren sich mit Demonstranten in den USA

Die Außenministerien Chinas und des Irans solidarisieren sich ganz offen mit den Demonstranten in den USA.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Massenentlassungen drohen: Österreichs Wirtschaft fährt mit voller Wucht gegen die Wand

Die österreichische Wirtschaft befindet sich - nicht nur wegen Corona - in einer schweren Krise.

DWN
Politik
Politik Nuklearmächte China und Indien mobilisieren Truppen im Himalaya

Indien und China mobilisieren Truppen an ihrer gemeinsamen Grenze. Die beiden Nuklearmächte wetteifern seit 1962 um ein umstrittenes...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Historiker: Keine Parallelen zwischen Corona-Krise und Weltwirtschafts-Krise 1929

Der Historiker Jan-Otmar Hesse sagt, dass die aktuelle Corona-Krise in ihren Auswirkungen nicht vergleichbar sei mit der...

DWN
Technologie
Technologie Internet der Dinge: Investitionen explodieren weltweit auf 1,1 Billionen Dollar

Die Investitionen für das Internet der Dinge werden Schätzungen zufolge gigantische Ausmaße erreichen. Deutschland hinkt allerdings...

DWN
Technologie
Technologie Henkel entwickelt Gesundheitspflaster gegen Corona

Henkel hat ein Corona-Gesundheitspflaster entwickelt.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Wertarbeit, deutscher Arbeitsethos: August Thyssen – der „Rockefeller des Ruhrgebiets“

August Thyssen galt als „Rockefeller des Ruhrgebiets”. Keinem Deutschen vor und nach ihm gelang es, unter schwersten Bedingungen ein...

DWN
Politik
Politik DWN EXKLUSIV: Das ist das Waffenarsenal des libyschen Söldner-Generals Haftar

Die DWN listet detailliert auf, welche - teilweise bemerkenswerten - Waffen sich im Inventar der Armee von Chalifa Haftar befinden. Lesen...

celtra_fin_Interscroller