Vielfalt der Schmetterlinge schrumpft dramatisch

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
20.04.2019 20:49
Die Zahl der Schmetterlingsarten ist in den vergangenen Jahren spürbar geschrumpft.
Vielfalt der Schmetterlinge schrumpft dramatisch

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Intensive Landwirtschaft und Versiegelung von Flächen haben nicht nur für Bienen dramatische Folgen - auch die Vielfalt von Schmetterlingsarten schrumpft. Darauf deute eine Studie in Bayern hin. Auf Wiesen mit angrenzender intensiver Landwirtschaft fanden Forscher nur ein Drittel der Individuen und nur die Hälfte der Arten von Schmetterlingen, die auf Flächen in Naturschutzgebieten zu finden sind. Dies berichteten Wissenschaftler um Thomas Schmitt vom Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut kürzlich im Fachmagazin „Insect Conservation and Diversity“.

Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler auf 21 Wiesenflächen östlich von München das Vorkommen von Tagfalter-Arten erfasst; 17 dieser Areale lagen inmitten von landwirtschaftlich genutzten Flächen, vier in naturnah bewirtschafteten Naturschutzgebieten.

„Wenn wir jetzt nicht bald das Ruder rumreißen, ist es irgendwann zu spät“, warnte Schmitt, Direktor des Entomologischen Institut im brandenburgischen Müncheberg. „Sofortiges Handeln ist angesagt.“ Notwendig seien eine umweltverträglichere Landwirtschaft mit weniger Insektiziden und mehr Flächen, die Insekten ausreichenden Lebensraum verschaffen. „Ein Blühstreifen alleine reicht da nicht“, betonte Schmitt.

Die Lage sei ernst, denn von den 189 aktuell in Deutschland vorkommenden Tagfalterarten stehen 99 Arten auf der Roten Liste, fünf Arten sind bereits ausgestorben, weitere zwölf Arten vom Aussterben bedroht.

Eingesetzt habe der Verlust in Deutschland schon in den 1950er Jahren, doch ein besonders bedrohliches Ausmaß erreichte er Schmitt zufolge in den vergangenen 30 bis 40 Jahren. Auch der Anbau von Mais oder Raps als nachwachsende Rohstoffe habe den Druck auf die Flächen zusätzlich verschärft und die Zerstörung von naturnahen Wiesen als Lebensraum von Insekten weiter vorangetrieben.

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Technologie
Technologie König Auto ist tot – es lebe König Auto!

Das „System Auto”, das die Bundesrepublik seit ihrer Gründung entscheidend mitbestimmt hat, geht seinem Ende entgegen. Doch das heißt...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft China überschwemmt die Welt mit gefälschten Medikamenten

Die Welt wird mit gefälschten Pharmazeutika aus Asien überschwemmt.

DWN
Politik
Politik Die EU legt sich auf dem Balkan mit Russland und den USA an

Der Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen mit Nordmakedonien und Albanien ist als ein geopolitischer Schritt einzustufen, der die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Wegen Export-Abhängigkeit: Deutschland wird von Corona-Krise mehr gebeutelt werden als andere Volkswirtschaften

Kaum ein entwickeltes Land wird durch Corona so gebeutelt werden wie Deutschland.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Illegale chinesische Textilarbeiter brachten das Corona-Virus nach Italien: Doch Europa hat keine Kraft, sich gegen Peking aufzulehnen

Corona hat seinen Ursprung in China. Dazu kommt, dass illegale chinesische Textilarbeiter einen großen Anteil daran haben, dass sich das...

DWN
Politik
Politik Ehemaliger britischer Premier Brown plädiert für temporäre Weltregierung

Der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown plädiert für die Gründung einer globalen Exekutive, der neben internationalen...

DWN
Politik
Politik Wenige Hunderttausend bestimmen über das Schicksal von Milliarden: „Nie haben weniger Menschen mehr Umwälzungen bewirkt!“

Der Informations- und Finanzdienst Solvecon liefert in seinem aktuellen Forex-Report einen interessanten Kommentar zur gegenwärtigen...

DWN
Deutschland
Deutschland Möbelhäuser: Steht die Branche durch den Online-Handel vor einem radikalen Umbruch?

Der deutsche Möbelhandel stemmt sich gegen die schwache Konjunktur. Ein Mittel, um die Umsätze voranzubringen, ist der Ausbau des...

DWN
Deutschland
Deutschland Kunden-Betrug wird für deutsche Unternehmen immer mehr zur Belastung

Kundenbetrug ist zwar kein neues Problem, doch wird es immer mehr zu einer Belastung für die Firmen. Das geht aus einer aktuellen Studie...

DWN
Politik
Politik Kommt jetzt der Ausverkauf? Italien plant Verpfändung sämtlichen Staatseigentums gegen Kredite

Italien plant, Staatsimmobilien als Garantien zu hinterlegen, um an Milliarden-Kredite zu gelangen. Dazu zählen unter anderem das Gebäude...

DWN
Politik
Politik USA wollen ihre Atomwaffen in Europa modernisieren

Die USA wollen ihr Atomwaffen-Arsenal in Europa modernisieren. Derzeit befinden sich dort etwa 150 US-Atomwaffen. Die Orte der...

DWN
Politik
Politik Salvini dreht durch: „Die EU ist eine Höhle von Schlangen und Schakalen“

Der Chef der Lega Nord, Matteo Salvini, hat die EU als eine “Höhle von Schlangen und Schakalen” bezeichnet. Er ist wütend, dass...

DWN
Politik
Politik Amerikas Reiche verschanzen sich in Ferienhäusern und auf Yachten

In den USA verlassen immer mehr reiche Personen das Land oder verschanzen sich. Auch viele Bürger versuchen, aus den Städten aufs Land zu...

DWN
Finanzen
Finanzen Großbank ABN Amro zwingt Kunden, ihr Gold billig zu verkaufen

Der Goldmarkt gerät aus allen Fugen. ABN Amro zwingt nun sogar die eigenen Kunden, ihr bei der Großbank eingelagertes Gold innerhalb...

celtra_fin_Interscroller