Finanzen

China schlägt im Handelskrieg mit den USA zurück

Lesezeit: 1 min
13.05.2019 16:34
Der Zollstreit zwischen den USA und China hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Der Dax fiel daraufhin auf seinen niedrigsten Wert seit einem Monat.
China schlägt im Handelskrieg mit den USA zurück

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
USA  
China  
Börse  
Handel  

China schlägt im Zollstreit mit den USA zurück. Das Finanzministerium gab heute bekannt, die Volksrepublik plane ab Juni die Einführung von Importzöllen auf amerikanische Waren im Volumen von 60 Milliarden Dollar. Davon seien insgesamt 5.140 Produkte betroffen. US-Präsident Donald Trump hatte Chinas Führung kurz davor gewarnt, auf die jüngsten amerikanischen Strafzölle mit Vergeltungsmaßnahmen zu reagieren. Die Regierung in Washington bereitet bereits auf alle übrigen Einfuhren aus der Volksrepublik höhere Abgaben vor. Dabei geht es um Waren im Wert von etwa 300 Milliarden Dollar.

Der Dax ist durch den sich hochschaukelnden Zollstreit erneut schwer unter Druck geraten. Bis zum Nachmittag weitete der deutsche Leitindex sein Minus auf 1,60 Prozent und 11.867,23 Punkte aus. Er fiel damit nicht nur weit unter die Marke von 12.000 Punkte zurück, sondern auch auf seinen niedrigsten Stand seit einem Monat.

Was den MDax angeht: Er sank vor um 1,87 Prozent auf 25.012,60 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx hatte einen Rückgang von 1,2 Prozent auf sich mit 3.320,51 Punkte zu verkraften.

An der Frankfurter Börse zogen die Anleger vor allem bei konjunktur-empfindlichen Branchen die Notbremse. So mangelte es wegen der Unsicherheit um den Zollstreit am Interesse, Aktien aus der Autobranche zu kaufen. Vor allem die Titel des Autobauers Daimler und des Zulieferers Continental kamen mit bis zu 4,4 Prozent unter Druck.

Eon gab um ein halbes Prozent nach. Der Energiekonzern hatte Resultate zum ersten Quartal vorgelegt, die aber nicht als bedeutender Kurstreiber angesehen wurden.

Abgeschlagenes Schlusslicht im Dax waren die Aktien von Thyssenkrupp mit einer Gegenreaktion auf ihr jüngstes Kursfeuerwerk. Nach dem fast 30-prozentigen Kurssprung vom Freitag ruderten die Papiere des Industriekonzerns zu Wochenbeginn am Dax-Ende um 7,5 Prozent zurück.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,11 Prozent am Freitag auf minus 0,12 Prozent. Der Rentenindex „Rex“ stieg um 0,07 Prozent auf 143,23 Punkte. Der Bund-Future legte 0,19 Prozent auf 166,38 Punkte zu.

Der Euro stieg bis auf 1,1258 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1230 US-Dollar festgesetzt, womit der Dollar umgekehrt 0,8905 Euro kostete.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Weniger Administration, mehr Weiterentwicklung: Digitale bAV-Verwaltung für mehr „Human“ im HR

Was macht einen Arbeitsplatz attraktiver als andere. Sicherlich mehr als nur das monatliche Gehalt. Langfristiges Denken kann sich für...

DWN
Deutschland
Deutschland Energiepreise explodieren - Erzeugerpreise auf höchstem Stand seit einem halben Jahrhundert

Angetrieben von ausufernden Energiepreisen haben die Erzeugerpreise in Deutschland den höchsten Stand seit einem halben Jahrhundert...

DWN
Politik
Politik Bruchlinien im Westen: Frankreich zieht Botschafter aus den USA und Australien ab

Das von den USA gegen China in Stellung gebrachte angelsächsische Militär-Bündnis hat offenbar schwerwiegendere Folgen als gedacht....

DWN
Deutschland
Deutschland Experte: Unser Gesundheitssystem ist unsozial - wir brauchen mehr Umverteilung

Heinz Rothgang, Experte für Sozialpolitik und Gesundheitsökonomie, hat sich den Fragen der DWN gestellt.

DWN
Finanzen
Finanzen EZB: Wie die lockere Geldpolitik die Rente gefährdet

Die staatliche Rente hat nicht bloß ein Demografie-Problem. Niedrigzinsen und hohe Inflationsraten belasten zunehmend auch die gesetzliche...

DWN
Deutschland
Deutschland Gaspreise auf Höhenflug - den Deutschen droht ein teurer Winter

Die Preise für Erdgas steigen und steigen. Zugleich sind die Speicher hierzulande noch vergleichsweise leer. Was steckt dahinter?

DWN
Finanzen
Finanzen Marc Friedrich: Wir stehen am Ende zweier großer Zyklen, jetzt kommt der globale Schuldenschnitt

Der Finanzautor Marc Friedrich sieht die Welt am Ende zweier bedeutender langfristiger Zyklen angekommen.

DWN
Deutschland
Deutschland Scholz muss erneut vor einem Finanzausschuss aussagen

Finanzminister Olaf Scholz muss im Zuge der Ermittlungen gegen die Geldwäsche-Einheit FIU aussagen. Es ist nicht die erste...

DWN
Politik
Politik Bewegung in Nahost: Syrien, Libanon und Jordanien rücken enger zusammen

Die Diplomatie im Nahen Osten hat Hochkonjunktur: Syrien kann seine Beziehungen zu seinen Nachbarn weiter normalisieren, erstmals seit...