Forscher bereiten öffentliche Gebäude in Deutschland auf Terror-Anschläge vor

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
15.07.2019 17:53
Deutsche Forscher entwickeln spezielle Trennwände and Gebäudeteile zum Schutz gegen Terror-Anschläge.
Forscher bereiten öffentliche Gebäude in Deutschland auf Terror-Anschläge vor
Der Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin. (Foto: dpa)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Wissenschaftler des „Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik“ (Ernst-Mach-Institut/ EMI) entwickeln in Zusammenarbeit mit dem niedersächsischen Unternehmen „Mehler Engineered Defence“ und dem „Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe“ (BBK) spezielle Trennwände und Gebäudeteile, die bei Terror-Anschlägen einen besonders guten Schutz bieten sollen. Die Schutzsysteme sollen unter anderem in großen Aufenthaltsbereichen wie Bahnhöfen oder Flughäfen zum Einsatz kommen, aber auch an Gebäuden angebracht sowie in Neubauten installiert werden. Sie bestehen aus Verbundwerkstoffen, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen, die jeweils über spezielle Eigenschaften verfügen. Die Werkstoffe finden bereits im ballistischen Unterbodenschutz von Militär-Fahrzeugen Verwendung. EMI-Forscher führen Sprengungen und Explosionen durch, bei denen die Widerstandskraft der Schutzsysteme getestet wird.

In einer Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi), das das Entwicklungs-Projekt bezuschusst, wird von Szenarien wie „Attentaten oder Explosionsereignissen“ gesprochen. Weiter heißt es: „Anschläge mit Sprengstoffen führen zu einer hohen Gefährdung von Personen vor und in Gebäuden. Neben der Druckwelle, die auch zum Einsturz von Gebäudeteilen führen kann, besteht eine große Gefahr durch umherfliegende Splitter. Geeignete Schutzstrukturen, die zum Beispiel in Terminalgebäuden oder Empfangshallen als Fassadenschutz oder in Form von Trennwänden installiert sind, können hier die Risiken für die Betroffenen deutlich reduzieren. … Das Schutzsystem soll modular aufgebaut sein und gegen vielfältige Gefährdungen eine hohe Schutzwirkung entfalten. Dies betrifft insbesondere die Minderung der Auswirkungen von Explosionen sowie den Schutz vor Splittern und Geschossen.“

Katharina Gerlach vom BKK sagt, dass die Schutzsysteme so dezent, unauffällig und ästhetisch ansprechend wie möglich in den öffentlichen Raum integriert werden sollen: „Wir wollen vermeiden, dass sich Menschen aufgrund einer festungsartigen Architektur eher noch unsicherer fühlen. … Um die Bedarfe der Menschen wie auch der Betreiber verstehen zu können, werden wir im Projekt eng mit Endanwendern zusammenarbeiten.“ Als Beispiele für Endanwender nennt das EMI die Betreiber von Flughäfen, die Deutsche Bahn oder auch die Besitzer großer Veranstaltungshallen und Stadien.


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Schuldenkrise, mehr Europa oder Ende der Globalisierung? So geht es nach Corona weiter

Die IKB Deutsche Industriebank liefert in einer interessanten Analyse Hinweise darauf, welche Folgen die Coronakrise haben könnte.

DWN
Deutschland
Deutschland Wegen Corona: Deutsche Auto-Produktion bricht massiv ein

Aufgrund der Corona-Krise wird die Zahl der in Deutschland produzierten Autos dieses Jahr massiv zurückgehen.

DWN
Politik
Politik Corona: Das Meisterstück der Massen-Manipulation

Mit ihrem Appell, das Corona-Virus müsse unter allen Umständen bekämpft werden, appelliert die Politik an die Urängste der Menschen. Es...

DWN
Deutschland
Deutschland Lebensmittel-Lieferketten brechen: Erste Länder geraten in Bedrängnis, Preise steigen

Die ersten wichtigen Produzenten für Grundnahrungsmittel wie Weizen und Reis haben den Export eingeschränkt. Obwohl auf der Welt...

DWN
Finanzen
Finanzen 40 Prozent der Klagen gegen Finanzämter sind erfolgreich

Vor Deutschlands höchstem Finanzgericht haben 2019 vierzig Prozent der klagenden Bürger und Unternehmen ihre Prozesse gegen den Fiskus in...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld-Nachfrage steigt weltweit deutlich an

Weltweit ist die Nachfrage nach Bargeld drastisch angestiegen. Das teilt einer der weltweit führenden Banknotenhersteller aus München mit.

DWN
Deutschland
Deutschland Weil Stromversorgung in Gefahr ist? Energieversorger kasernieren hunderte Mitarbeiter am Arbeitsplatz ein

Der Energieversorger E.on hat hunderte Mitarbeiter am Arbeitsplatz einkaserniert, damit sie diesen nicht mehr verlassen. Auch andere...

DWN
Politik
Politik Umfrage: Zufriedenheit mit Merkel-Regierung so hoch wie nie

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass die Deutschen einer Umfrage zufolge mit der Bundesregierung mehr einverstanden als je zuvor sind....

DWN
Finanzen
Finanzen Wann bricht der Silberpreis nach oben aus?

Zwar wird im Zuge der laufenden globalen Rezession die industrielle Nutzung des Silbers zurückgehen, doch verringert sich derzeit auch die...

DWN
Politik
Politik Putin und Erdogan teilen den Balkan unter sich auf

Russland und die Türkei teilen den Balkan unter sich in Einflusssphären auf. Was wie eine Kooperation unter Freunden ausschaut, könnte...

DWN
Finanzen
Finanzen Corona-Prämien für Arbeitnehmer bis 1.500 Euro steuerfrei

Beschäftigte, die wegen der Corona-Krise eine Prämie von ihrem Arbeitgeber bekommen, müssen darauf keine Steuern zahlen.

DWN
Deutschland
Deutschland Desinfektionsmittel selber machen? Hier geht es zur Anleitung gegen das Corona-Virus

Vielerorts sind Desinfektionsmittel längst ausverkauft, oder aber sie werden zu Wucherpreisen angeboten. Die Deutschen...

DWN
Politik
Politik Wie die Wall Street-Barone ihren Reichtum über die Gesundheit der Amerikaner stellen

Die Barone der Wall Street üben großen Druck auf US-Präsident Donald Trump aus. Sie fordern einen baldigen Stopp der Maßnahmen gegen...

DWN
Finanzen
Finanzen Liquiditätskrise hinter den Kulissen? Die seltsame Entwicklung eines wichtigen Zinses wirft Fragen auf

Obwohl die Zentralbanken die Finanzmärkte mit billigem Kreditgeld fluten, deutet ein wichtiger Indikator auf eine sich verschärfende...

celtra_fin_Interscroller