Technologie
Samsung und Huawei ziehen davon

Smartphones: Apple verliert Anschluss an die weltweite Spitzengruppe

Die eltweite Nachfrage nach Smartphones geht weiter deutlich zurück. Apple droht aus der Gruppe der Top 3 zu fallen, während Huawei der größte Gewinner ist.
27.08.2019 14:21
Lesezeit: 1 min

Die Zahl der weltweit verkauften Smartphones ist Marktdaten zufolge erneut gesunken. Vor allem die Nachfrage nach teuren Mobiltelefonen ging weiter zurück, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Marktforschungsinstituts Gartner hervorgeht. Insgesamt wurden mit 368 Millionen Smartphones im zweiten Quartal 1,7 Prozent weniger verkauft als im Jahr zuvor. Um Kunden wieder schneller zu einem Neukauf zu bewegen, statteten Handy-Hersteller mittlerweile auch günstigere Modelle mit mehreren Kameralinsen, rahmenlosen Displays und größeren Akkus aus, sagte Gartner-Experte Anshul Gupta.

 

Nach sechs aufeinanderfolgenden rückläufigen Quartalen konnte Marktführer Samsung erstmals wieder zulegen und weitere Marktanteile gewinnen, wie aus den Zahlen hervorgeht. Allerdings sei schon im Laufe der letzten Wochen die Nachfrage für Samsungs Flagship-Handy S10 allmählich abgekühlt, so dass es für die Südkoreaner schwer werde, auch im Gesamtjahr einen Zuwachs zu erzielen. Die Nachfrage nach den iPhones von Apple ging dagegen weiter zurück, wenn auch langsamer als zum Jahresanfang.

Trotz der US-Sanktionen gewann der chinesische Rivale Huawei neue Kunden und kam seinem Ziel näher, zur weltweiten Nummer eins aufzurücken. Vor allem auf dem Heimatmarkt erlebte der Apple-Rivale einen Nachfrageboom. Mit 58 Millionen Smartphones gingen im zweiten Quartal bereits knapp 20 Millionen mehr Huawei-Mobiltelefone als iPhones über die Ladentheke. Dank der hohen Nachfrage nach den neuen Galaxy A Handys sowie den überarbeiteten günstigeren Modellen lag Samsung mit 75 Millionen verkauften Smartphones aber weiter vorn - mit einem Marktanteil von 20,4 Prozent, gefolgt von Huawei (15,8), Apple (10,5) und dem chinesischen Hersteller Xiaomi (9,0).

Nicht zuletzt der Handelskrieg zwischen der US-Regierung und der chinesischen Führung sowie der mit diesem zusammenhängende Feldzug gegen Huawei dürfte dafür gesorgt haben, dass Huawei in China großen Zuspruch erfuhr, während Geräte von Apple aus patriotischen Gründen gemieden wurden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

DWN
Finanzen
Finanzen Lindt-Aktie im Fokus: Präsident Tanner räumt Preisfehler ein und lehnt Rücktritt in Lindt-Krise ab
26.10.2026

Nach dem überraschenden Chefwechsel bei Lindt & Sprüngli übernimmt Verwaltungsratspräsident Ernst Tanner öffentlich Verantwortung für...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Warum die 4.000-Dollar-Marke vor der Fed-Entscheidung wieder wackelt
26.10.2026

Zum Wochenstart pendelt Gold um die Marke von 4.000 US-Dollar je Feinunze. Nach dem jüngsten Rückgang ringen Anleger um eine neue...

DWN
Finanzen
Finanzen Cathie Wood: ARK kauft Meta-Aktien und schichtet Tech-Wetten um
26.10.2026

Die jüngsten Handelsdaten aus dem Umfeld von Cathie Woods ARK-Fonds zeigen Verkäufe bei Alphabet-Aktien, Käufe bei Meta-Aktien und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi-Chef bei Trump: VW-Betriebsratschefin Cavallo übt scharfe Kritik
26.10.2026

Der Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump stößt bei...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Familienticket: Deutsche Bahn bietet Ticket für Familien ab heute dauerhaft an
26.10.2026

Für Familien ist das Familienticket der Deutschen Bahn ab sofort wieder dauerhaft erhältlich. Für 99,99 Euro umfasst es eine Hin- und...

DWN
Immobilien
Immobilien Neues Gesetz geplant: Besserer Versicherungsschutz gegen Naturkatastrophen
26.10.2026

Bei der Flutkatastrophe im Ahrtal war nur ein Teil der massiven Schäden an Gebäuden durch Versicherungspolicen abgedeckt. Berlin will das...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bekannte Frage im Vorstellungsgespräch könnte bald verboten sein: Ikea hat sie bereits abgeschafft
26.10.2026

Was haben Sie bisher verdient? Eine der bekanntesten Fragen im Vorstellungsgespräch soll künftig verboten sein. Während Unternehmen sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Zeit für vernachlässigte Aktien und den Energiesektor
25.10.2026

Die kommende Woche wird eine der wichtigsten dieser Berichtssaison.