Politik

Terroralarm in Chemnitz: Syrer soll Bomben-Anschlag vorbereitet haben

Lesezeit: 1 min
08.10.2016 15:55
Schwerbewaffnete Polizisten stürmen eine Wohnung in Chemnitz. Sie ist leer, der Verdächtige ist auf der Flucht. Der Syrer soll einen Sprengstoffanschlag vorbereitet haben.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Terroralarm in Sachsen laut dpa: Bei der Durchsuchung einer Wohnung in Chemnitz wegen eines geplanten Anschlags hat die Polizei Spuren von Sprengstoff gefunden. Ein Verdächtiger, ein 22-jähriger Syrer, war am Samstag auf der Flucht, wie ein Sprecher des Landeskriminalamts berichtete. Aus Sicherheitskreisen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, dass es einen Zusammenhang mit der Terrormiliz «Islamischer Staat» gibt.

Das Landeskriminalamt schrieb den 22-jährigen Syrer Dschaber Al-Bakr bundesweit öffentlich zur Fahndung aus. Er sei mit einem schwarzen Kapuzenpullover mit auffälligem Druck bekleidet.

Zuvor hatte die Polizei in Chemnitz stundenlang mit einem Großaufgebot ein Wohngebiet durchsucht. Das Plattenbauviertel wurde abgesperrt und teilweise geräumt. Die Polizei stürmte dabei auch eine Wohnung, ohne jedoch den gesuchten Verdächtigen zu fassen.

LKA-Sprecher Tom Bernhardt sagte: «Wir wollen ihn so schnell wie möglich finden.» Die Durchsuchung in der Wohnung habe den Verdacht bestätigt, «dass dort mit Sprengstoff hantiert wurde». Noch sei unklar, ob der Gesuchte als Flüchtling nach Deutschland gekommen sei. Beim Verfassungsschutz hätten jedoch «Erkenntnisse» zu ihm vorgelegen.

Der Großeinsatz der Polizei hatte am frühen Morgen begonnen. In dem Fritz-Heckert-Wohngebiet im Südwesten der Industriestadt wenige Kilometer östlich der Autobahn A72 leben auch viele Migranten.

Gegen 13.00 Uhr sprengten Spezialkräfte die Tür einer Wohnung, die Räume waren leer. Die Spurensicherung dauerte am Nachmittag noch an.

Medienberichte über einen geplanten Terroranschlag auf einen deutschen Flughafen bestätigte das LKA nicht.


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Rheinmetall-Chef Papperger im Visier: Russische Mordpläne lösen Empörung aus
12.07.2024

Der CNN-Bericht über angebliche russische Mordpläne gegen Rheinmetall-Chef Armin Papperger hat in Deutschland für große Empörung...

DWN
Technologie
Technologie EU-Untersuchung: Hohe Geldstrafe für Musks X möglich
12.07.2024

Die EU-Kommission nimmt erneut ein großes US-Unternehmen ins Visier. Die Plattform X verstößt in mehreren Bereichen gegen EU-Recht, so...

DWN
Technologie
Technologie Bahn bei Fußball-EM überfordert: Wissing fordert Verbesserungen
12.07.2024

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) kritisiert die Deutsche Bahn scharf für ihre Leistung während der Fußball-Europameisterschaft....

DWN
Finanzen
Finanzen Goldschock: Gefälschte Belege und Sammelverwahrung – Anlegern droht Totalverlust!
12.07.2024

Gefälschte Goldbestände: Wie Sie als Anleger jetzt handeln müssen! Erfahren Sie, warum die Swiss Gold Treuhand AG Anleger in den Ruin...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Firmeninsolvenzen in Deutschland: Anstieg verlangsamt sich
12.07.2024

Die Pleitewelle unter deutschen Firmen ist nicht vorüber, aber sie wächst nicht mehr so rasant: Nach zwölf Monaten mit zweistelligen...

DWN
Politik
Politik Putin oder Selenskyj? Biden-Patzer auf der internationalen Bühne
12.07.2024

Jede Aussage, jedes Wort, jede Bewegung, jede Zuckung des US-Präsidenten wird derzeit akribisch analysiert. Bei einer wichtigen...

DWN
Politik
Politik Nato-Gipfel: Selenskyj sieht Ukraine auf Nato-Kurs – Kreml warnt
12.07.2024

Die Ukraine fühlt sich nach dem Nato-Gipfel in Washington gestärkt für ihren Kampf gegen den russischen Angriffskrieg. Bis das Land dem...

DWN
Finanzen
Finanzen Abfindung bei Kündigung: Arbeitgeber und Arbeitnehmer suchen einen umfassenden Ratgeber – hier ist er!
12.07.2024

Ex-Mitarbeiter von Elon Musk haben vor Gericht eine Abfindung in Höhe von 461 Millionen Dollar gefordert, sind jedoch gescheitert. Für...