Finanzen

ING-Bank will keine Konkurrenten in Europa übernehmen

Lesezeit: 1 min
19.10.2016 12:50
Die niederländische ING-Bank will auf unabsehbare Zeit keine Konkurrenten übernehmen. Zu viele Entwicklungen seien derzeit zu riskant.
ING-Bank will keine Konkurrenten in Europa übernehmen

Mehr zum Thema:  
Banken >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Banken  

Länderübergreifende Übernahmen im europäischen Bankensektor liegen nach der Ansicht von ING -Chef Ralph Hamers in weiter Ferne, berichtet Reuters. Dass Kapital und Liquidität nicht über Grenzen hinweg bewegt werden könnten, verhindere Zusammenschlüsse ebenso wie die Unsicherheit über künftige Kapitalvorschriften, sagte der Chef der niederländischen Großbank am Dienstagabend vor dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW).

„Grenzüberschreitende Konsolidierung - da sind wir noch nicht.“ So lange nicht klar sei, was bei der Revision der „Basel-III“-Regeln herauskomme, werde sich niemand bewegen. Die ING mit ihrer deutschen Direktbank-Tochter ING Diba wolle dabei ohnehin keine aktive Rolle spielen: „Unsere Strategie ist organisches Wachstum. Wir brauchen keine Übernahmen.“

Die Debatte über eine Konsolidierung der Branche in Europa schwelt schon lange. Spekuliert wird etwa über eine Fusion der krisengeschüttelten Deutschen Bank mit der ebenfalls schwächelnden Commerzbank oder über Interessenten aus dem Ausland. Hamers sagte, es wäre voreilig, von einer Schwäche der Branche in Deutschland zu sprechen. Die Kapitalausstattung der Banken sei besser als vor der Finanzkrise, und sie hätten zusätzliche Sicherheiten aufgebaut. „Einen Domino-Effekt wie in der Krise werden wir nicht sehen.“ Dennoch schade die Diskussion dem Ansehen aller Banken.

Die ING hatte Anfang Oktober den Abbau von 7000 Stellen und massive Investitionen in das Online-Banking angekündigt. „Digitalisierung ist unser Modell“, bekräftigte Hamers in Frankfurt. Dafür nehme ING in den nächsten fünf Jahren 800 Millionen Euro in die Hand. Die Kunden verlangten einfache, mobile Anwendungen, um ihre Bankgeschäfte zu erledigen - etwa eine schnelle Prüfung ihrer Kreditwünsche. ING arbeite mit rund 60 Fintech-Unternehmen zusammen, zum Beispiel um neue Produkte zu entwickeln. Anders als viele andere Banken kann die ING in den vergangenen Jahren ein stetiges Kundenwachstum nachweisen. Vor allem die ING-Diba hat es geschafft, als reine Onlinebank ohne Filialnetz Marktanteile zu gewinnen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Banken >

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Deutschland
Deutschland Starke Proteste gegen Bundes-Lockdown im Regierungsviertel erwartet

Während der Bundestag den bundesweiten Corona-Lockdown beschließt, hält ein großes Polizeiaufgebot den Protest auf Abstand.

DWN
Finanzen
Finanzen China und Indien forcieren Gold-Importe

Die chinesische Zentralbank hat die Höchstgrenzen für Gold-Importe für April und Mai deutlich angehoben.

DWN
Politik
Politik Paukenschlag durch Lafontaine: Die Grünen sind US-gesteuert und Baerbock befürwortet Einkreisung Russlands

Der Linkspolitiker Oskar Lafontaine kritisiert Annalena Baerbock scharf. Sie sei als Kanzlerkandidatin eine „führende Vertreterin der...

DWN
Finanzen
Finanzen So profitieren Sie von Bitcoin, ohne die Kryptowährung kaufen zu müssen

Bitcoin hat seit Beginn des Jahres eine beispiellose Ralley hingelegt. Doch die Kryptowährung ist extrem schwankungsanfällig und manchem...

DWN
Deutschland
Deutschland Mediziner warnen vor Corona-Alarmismus - "unverantwortlich"

Während manche Ärzte vor möglichen Versorgungsengpässen warnen, kritisieren andere Ärzte, der Corona-Alarmismus sei nicht durch die...

DWN
Politik
Politik Super League und „Great Reset“: Ein Schlag gegen den Mittelstand im europäischen Fußball

Die Gründung einer Super League im europäischen Fußball harmoniert mit der „Great Reset“-Initiative. Die Reichen und Mächtigen...

DWN
Finanzen
Finanzen Mario Draghi will einen EU-Austritt Italiens mit allen Mitteln verhindern

Italiens Technokraten-Premier Mario Draghi hat einen schweren Stand. In Italien werfen ihm die „Italexit“-Befürworter vor, er sei in...

DWN
Deutschland
Deutschland Reiner Fuellmich: Streitwert von Corona-Sammelklagen könnte in die Billionen gehen

Der Rechtsanwalt Reiner Fuellmich geht mit Hilfe internationaler Kollegen rechtlich gegen die Corona-Maßnahmen vor und hat angekündigt,...